Wien (OTS/SPW-K) Die Zukunft beginnt jetzt! Mit einem Klima-Manifest startet die Wiener SPÖ ins neue Jahr. „Wir zünden heute den Klimaschutzturbo! Wir haben es in der Hand, die Zukunft der nächsten Generationen zu sichern. Damit Wien auch künftig die lebenswerteste Stadt der Welt bleibt, muss sie klimafit werden – und genau das machen wir. Wir als SPÖ werden dabei besonders darauf achten, dass die Maßnahmen allen zugutekommen und sozial ausgewogen sind“, so Bürgermeister und SPÖ-Vorsitzender Michael Ludwig bei der heutigen Präsentation mit Umweltstadträtin Ulli Sima und dem SPÖ-Klubvorsitzenden Josef Taucher.
„Unser zentrales Anliegen ist soziale Gerechtigkeit auch beim Klimaschutz. Denn Faktum ist, dass sozial Schwächere, Ältere und Kranke besonders unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden. Wir als SPÖ kümmern uns um die Zukunft aller in unserer Stadt, werden daher den schon bisher sehr erfolgreichen Weg fortführen und noch zusätzliche Kraftanstrengungen unternehmen, um die CO2-Emissionen in unserer Stadt weiter zu reduzieren“, betont Ludwig.

Die Wiener SPÖ stellt sich seit vielen Jahren der zentralen Herausforderung des globalen Klimawandels und will Wien mit einem 50 konkrete Maßnahmen umfassenden Klima-Manifest in 7 Handlungsfeldern Vorbild für andere Millionenstädte weltweit machen. „Dazu zählt eine Mega-Offensive in Erneuerbare Energien, wie etwa der Ausbau der Photovoltaik auf einer Fläche von 600 Fußballfeldern bis 2030, innovative Formen der Mobilität, bei der die Wiener Linien und ihre Partner die Fahrgäste künftig bis zur Haustüre bringen, Zero-Waste durch Abfallvermeidung und Verwertung auch der Verbrennungsrückstände, 16 ha neue Grünflächen in den nächsten Jahren und eine Vielzahl von Cooling-Maßnahmen, zur Abfederung von urbanen Hitzeinseln“, erläutert Umweltstadträtin Ulli Sima, in deren Zuständigkeit die Energieversorgung, der öffentliche Verkehr, die Abfallentsorgung und die Grünräume in der Stadt fallen. Sämtliche Bereiche der ökologischen Energieversorgung, der Mobilität und der Abfallentsorgung werden künftig intelligent vernetzt und Wien wird damit zur CO2-neutralen Stadt. Mit den intensiven Klimaschutz-Maßnahmen werden zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen. Auf Grund seiner Vorreiterrolle und zentralen Lage in Europa baut Wien seine Rolle als höchst attraktiver Standort für innovative Unternehmen aus dem Klimaschutz- und Energiewendebereich weiter aus. Die lokale Wertschöpfung steigt und eine Vielzahl auch von Zulieferbetrieben bleiben oder kommen in/nach Wien.

Zwtl.: Der Wiener Weg zur CO2-neutralen Stadt =

In intensiver Vorarbeit hat die Wiener SPÖ alle Lebensbereiche gescreent, mit Experten und Expertinnen, auch jene des Klimarates und Vertretern von NGOS Gespräche geführt und schließlich ein 7-Punkte-Programm mit konkreten Zielen mit 50 konkreten Maßnahmen definiert, um Wien CO2-neutral zu machen.
„Alles, was auf Landesebene in unserer Macht steht, werden wir unternehmen und haben die Weichen bereits vor vielen Jahren gestellt. Wien hat nicht per Zufall die geringsten CO2-Emissionen pro Kopf im österreichweiten Vergleich. Aber klar ist, es braucht hier darüber hinaus weitere Anstrengungen und endlich Rückenwind vom Bund für den bundesländerübergreifenden Öffi-Ausbau“, so Sima.

Für den SPÖ-Klubvorsitzenden Josef Taucher ist neben all den Bereichen auch die Thematik der Lebensmittelverschwendung und der Biolandbau ein zentraler Hebel des aktuellen Aktionsplans: „Wien will bis 2050 die Verschwendung von Lebensmittelabfällen halbieren und damit wertvolle Ressourcen schonen. Lebensmittel gehören auf den Teller, nicht in den Mist“, so Taucher.
Er führt weiter aus, dass Biolandbau riesige Mengen von Kohlenstoff speichert, Bio-Ackerböden binden pro Jahr und Hektar rund 450 Kilogramm CO2. Wien forciert daher den Biolandbau, der städtische Landwirtschaftsbetrieb selber ist längst zu 100 % Bio.

„Das Herzstück des Wiener Wegs zur CO2-neutralen Stadt ist die intelligente Vernetzung der Bereiche Strom, Wärme, Verkehr und Abfallentsorgung. Diese Vernetzung ermöglicht den ausschließlichen Einsatz von Erneuerbaren Energien in allen Lebensbereichen“, konkretisiert Sima den Plan. Sie skizziert in diesem Zusammenhang konkrete Zukunftsprojekte aus den unterschiedlichsten Bereichen zur Vernetzung, wie:
• Die größte Wärmepumpe Mitteleuropas. Durch die Nutzung der Abwärme aus der ebswien Hauptkläranlage können künftig 106.000 Haushalte – das sind mehr Haushalte als Favoriten hat – mit umweltfreundlicher Wärme versorgt werden.

• Heizen mit Bananenschale und Apfelputzen: Die Kapazität der Biogasanlage in Simmering wird auf 34.000 Tonnen verdoppelt: Mit dem aus Küchenabfällen produzierten Biogas können rund 900 Haushalte versorgt werden.

• Stromtankstellen werden massiv ausgebaut. Bis Ende 2020 werden im Großraum Wien rund 2.000 Ladestellen in Betrieb sein, 1.000 davon im Stadtgebiet auf öffentlichen Plätzen.

• Mit einem großangelegten Pilotprojekt zur Geothermie will Wien Energie bis zu 135.000 Haushalte mit Raumwärme und Warmwasser versorgen, was eine Einsparung von bis zu 260.000 Tonnen CO2 pro Jahr bringt.

• Testbetrieb des ersten Wasserstoff-Bus der Wiener Linien 2020, der Wasserstoff wird in weiterer Zukunft in Kooperation mit Wien Energie produziert.

• Die intelligente Vernetzung aller Bereiche führt Wien in die CO2-neutrale Stadt.

Zwtl.: Wien wird zur Sonnenstadt =

Klar ist: Das ambitionierte Wiener Klimaschutzziel ist nur mit radikaler Senkung des Energieverbrauchs in allen Bereichen erreichbar. Die Energiequellen der Zukunft sind Wind, Wasser und Sonne.

Wien Energie wird zum „Erneuerbaren Champion“ und investiert bis 2030 über 1,2 Mrd. Euro in den Ausbau erneuerbarer Energien.

• Sie errichtet u.a. Photovoltaik-Kraftwerke mit 600 MW Leistung – auf einer Fläche von mehr als 600 Fußballfeldern – zur Versorgung von 250.000 Haushalten

• steigert der Anteil der Windenergie um mehr als 50 %.

• und baut die Wasserkraft von derzeit 155 MW auf rund 250 MW aus.

• Wien eröffnet in Kürze die bisher größte Sonnenstromanlage der Stadt am Wasserbehälter Unterlaa, mit der an die 800 Haushalte mit Ökostrom versorgt werden können. BürgerInnen können sich aktiv beteiligen, die Anlage wird ein BürgerInnnen-Kraftwerk.

• Durch das Projekt eos in der ebswien Hauptkläranlage wird ab Juni 2020 aus der Nutzung der im Klärschlamm enthaltenen Energie Grünes Gas erzeugt, die Kläranlage wird energieautark.

• Screening aller öffentlichen Gebäude auf Eignung zur Erzeugung erneuerbarer Energien – geplante Kooperation mit dem KAV, mit Schulen etc.

• Beschattung für alle: Wien fördert Außenjalousien zu 50 %.

• Raus aus dem Öl: Die Wiener Bauordnung verbietet bereits jetzt den Einbau von Öl-Heizungen im Neubau und bei Renovierungen. Bis 2030 werden auch im Gebäudebestand die Ölheizungen schrittweise auf null reduziert.

• Ökologische Klimaanlagen: Wien Energie investiert 65 Mio. in Fernkälte und spart mit der Nutzung von Abwärme 50 % CO2 im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen ein. Aktuell wird an einer Fernkältezentrale am Stubenring gebaut.

Zwtl.: Mobilität der Zukunft =

Besondere Herausforderungen für die Reduktion der CO2-Emissionen liegen im Verkehr. Er ist für ein Drittel der Emissionen verantwortlich. Wien setzt seit Jahrzehnten auf den massiven Ausbau der Öffis, durch das aktuelle Öffi-Netz spart Wien jährlich mehr als 1 Mio. Tonnen CO2. Wien hat dank des guten Angebotes schon heute mehr Jahreskartenbesitzer als zugelassene PKW und baut die Öffis weiter aus.
Neue Formen der ökologischen Mobilität entstehen:

• Mit den Wiener Linien und ihren Partnern bis zur Haustüre: Über die Wien mobil App können unterschiedliche Services und sharing-Angebote speziell für die sogenannte „last mile“ gebucht werden, an den sogenannten mobility-points, die in der ganzen Stadt entstehen. Mit Fahrrädern, Scootern, E-Autos etc., kommen die Fahrgäste der Wiener Linien dann bequem bis zur Haustüre. Dieses erweiterte und ganzheitliche Mobilitätsangebot macht Autos künftig überflüssig.

• Weiterer Ausbau der Öffis: Aktuell wird das Linienkreuz der U2/U5 errichtet, ein Mega-Projekt, das bis zu 75.000 Tonnen CO2 jährlich reduzieren wird.

• Auch der Straßenbahnausbau geht weiter, aktuell die Verlängerung der Linie 0 in das Nordbahnhofgelände.

• Die Stromtankstellen werden ausgebaut: Bis Ende 2020 werden 1.000 Ladestellen auf öffentlichen Flächen in Wien in Betrieb sein.

• Die Wiener Taxi-Flotte wird sukzessive auf Elektroautos und andere emissionsfreie Technologien umgestellt.

• Der Städtische Fuhrpark wird sukzessive und je nach Verfügbarkeit am Markt auf umweltfreundliche Antriebsformen umgestellt

• Problemfeld Pendlerströme: Während die Wienerinnen und Wiener zu 2/3 öffentlich, zu Fuß oder per Rad unterwegs sind, ist das Verhältnis bei den PendlerInnen umgekehrt, sie kommen zu 2/3 mit dem Auto. Hier bedarf es dringender Maßnahmen: Wien legt Vorschläge für grenzüberschreitende Straßenbahnen nach Niederösterreich, etwa nach Schwechat oder Großenzersdorf vor. Ziel ist zumindest die Halbierung der Einpendler mit dem Auto bis 2030. Dazu braucht es Finanzierung von Bundesseite und auch aus Niederösterreich.

Zwtl.: Zero-Waste =

Die MA 48 ist mit ihrer nachhaltigen Abfallwirtschaft schon heute ein wahrer Klima-Held. Bis 2050 ist ZERO-Waste für kommunale Abfälle Realität. 100 % der nicht vermeidbaren Abfälle – auch Verbrennungsrückstände und Abgase – werden einer Verwertung zugeführt. Bis 2030 wird das EU-Ziel von 60 % Recycling-Quote in Wien übertroffen. Was heute als Abfall gilt, wird künftig wertvolle Ressource.

• Aktive Abfallvermeidung: Die Stadt Wien setzt seit vielen Jahren auf aktive Abfallvermeidung: Auf Großveranstaltungen sind Mehrwegbecher vorgeschrieben, Mehrwegbechersysteme für den coffee-to-go werden unterstützt, Wien wird diesen Weg konsequent fortführen

• Recycling macht Sinn: In den 220.000 Sammelbehältern für Altstoffe werden jährlich rund 350.000 Tonnen Altstoffe getrennt gesammelt. Durch ihre Wiederverwertung werden pro Jahr 70.000 CO2 eingespart. Die Umstellung der Gelben Tonne auf die Gelb-blaue Kombitonne zur besseren Sammlung und Verwertung von Getränkeverpackungen, Plastikflaschen und Aludosen wird 2020 konsequent weitergeführt. Allein damit werden jährlich 80.000 LKW-Transportkilometer eingespart.

• Pilotprojekt Phosphorgewinnung: Die MA 48 arbeitet daran, den im Wiener Klärschlamm vorhandenen Phosphor als Düngemittel rückzugewinnen. Derzeit gelangt der von den Pflanzen aufgenommene Phosphor über den Konsum von Nahrungsmitteln in die Kläranlage und wird als Klärschlamm ungenutzt entsorgt.

Zwtl.: Essen statt wegwerfen =

Lebensmittelproduktion, -transport und Lagerung verursachen bis zu 1/3 aller Treibhausgas-Emissionen. In Wien landen bis zu 25 % eingekaufter Lebensmittel ungenutzt im Müll. Bis 2030 soll dies um 50 % reduziert werden.

• Zentraler Ansatzpunkt sind Wiener Großküchen, wo aktuell bis zu 13.000 Tonnen an Lebensmittelabfällen pro Jahr (das sind 500 voll beladene Müllfahrzeuge) anfallen. Mit aktiven Vermeidungsprogrammen wird hier in den Großküchen angesetzt. Als Vorbild gilt die Kantine der Wiener Stadtwerke, die täglich 700 Essen ausgibt und mit einem Verlustgrad von 5 % zu den Top 3 Betrieben Österreichs gilt.

• Forcierung der ökologischen Beschaffung der Stadt Wien: Die Stadt Wien geht hier seit 1998 mit gutem Vorbild voran, ist europaweit Vorbild und spart dank ökologischer Beschaffung von Putzmittel über Beleuchtungskörper bis hin zu Farben, Büromaterial etc. jährlich 15.000 Tonnen CO2.

• Best practice Pensionistenwohnhäuser:
Abfallvermeidung findet auch in den Einrichtungen der Stadt Wien in großem Maßstab statt: In den Pensionistenwohnhäusern werden etwa ganze Apfel-Ernten von lokalen Bäuerinnen und Bauern aufgekauft, aus den weniger schönen Früchten werden Apfelmuss und Apfelsaft, die schönen Früchte werden direkt an die BewohnerInnen angeboten.

• Wiens Landwirtschaft ist Klima-Vorreiterin:
Die Landwirtschaft der Stadt Wien ist zu 100 % Bio, die Stadt Wien verzichtet in ihrem Wirkungsbereich seit langem auf Glyphosat.

Zwtl.: Raus aus dem Asphalt =

Gesunde Ökosysteme helfen, die Auswirkungen der Erderwärmung zu begrenzen. Der Wiener Wald ist ein wahrer Klima-Hero, er kühlt die Stadt. Wien hat einen Grünraumanteil von 53 % und will diesen auch in der wachsenden Stadt halten:

• In Wien stehen heute rund 8.000 ha Wald, und er wächst jedes Jahr auch dank der Aufpflanzungsaktionen mit der Bevölkerung: 2020 wird es die größte Waldpflanzaktion der Geschichte Wiens geben – im Rahmen der Aktion „Wald der jungen WienerInnen“, bei der bisher jährlich 10.000 neue Bäume gepflanzt werden.

• Zu den 500.000 Stadtbäumen kommen jährlich 4.500 dazu.

• Die Stadtbäume werden klimafit gemacht (mit neuem Substrat, größeren Baumscheiben, Schwammstadtprinzip).

• Lokale Aktivitäten „Raus aus dem Asphalt“: Wo es nicht möglich ist, Bäume entlang von Straßen zu pflanzen, wegen komplizierter Einbauten etc., soll Asphalt aufgebrochen und bepflanzt werden. AnrainerInnen und Geschäftstreibende sollen die neuen Grünspots pflegen – die lokale und günstige Begrünung bringt Abkühlung und mehr Grün in die Grätzln.

• In den nächsten Jahren kommen 16 ha neue Parkflächen: Schon im Mai wird der umgestaltete Reumannplatz mit 13 % mehr Grünraumanteil eröffnet, es folgen der 2,8 ha große Elinor-Ostrom Park und der Park am Nordbahnhofgelände auf 9,3 ha.

Zwtl.: Wir kühlen Wien =

Die Zunahme von Hitzewellen ist auch in Wien längst spürbar, 2018 war das wärmste Jahr seit 1961. Österreichweit gibt es mittlerweile mehr Hitzetote als Verkehrstote. Die Stadt Wien kämpft engagiert gegen die sogenannten urban heat islands:

• Sprühnebel-Offensive: Nach der Installation von Sprühnebelanlagen und Wasserschläuchen an heißen Tagen letzten Sommer wird es heuer eine Großoffensive mit rund 70 Nebelduschen in ganz Wien geben. Für 100 Was-serhydranten wird es Sprühaufsätze geben, die mit dem Namen „Sommerspritzer“ bereits letzten Sommer für Begeisterung hitzegeplagter Wienerinnen und Wiener gesorgt haben. Auf heißen Plätzen wird es Spritzschläuche zur Kühlung geben.

• Cooling Parks: Der Esterhazy-Park ist der erste Cooling-Park Wiens: Mit neuartigen Kühlungselementen aus Sprühnebelsystemen und Ventilatoren wird die Luft um bis zu 10 Grad abgekühlt.

• 150 Grüne Häuser: Fassadenbegrünungen sorgen als natürliche Klimaanlage für Abkühlung um bis zu 15 Grad.

• 10 Grüne Fassaden auf städtischen Gebäuden pro Jahr – die Stadt geht mit gutem Beispiel voran!

• Beschattung für alle: Die Stadt Wien fördert die Installation von Außenjalousien mit bis zu 1.500 Euro pro Haushalt.

• 1.000 Trinkwasserbrunnen für Wien: In 500 m Umgebung findet sich an jedem Punkt der Stadt ein Trinkbrunnen, praktisch abrufbar am mobilen Stadtplan. Zusätzlich gibt es 25 mobile, 3 m hohe Trinkbrunnen, inklusive Nebeldusche.

Zwtl.: SPÖ fordert vom Bund Unterstützung für weitere Klimaschutzmaßnahmen – U-Bahn-Ausbau und grenzüberschreitende Öffis =

„Wien setzt seit 20 Jahren erfolgreich verpflichtende Klimaschutzprojekte um, Wien hat dank der bisherigen Maßnahmen die geringsten CO2-Emissionen pro Kopf. Das alles ist kein Grund, sich auszuruhen und mit unserem heute vorgelegten Maßnahmenpaket machen wir Wien klimafit“, betont Ludwig.

Neben dem umfassenden Maßnahmenpaket auf Länderebene braucht es laut Sima aber Unterstützung vom Bund. Sie begrüßt die von der neuen Umweltministerin vorgelegten Pläne zum Klimaschutz auf Bundesebene und bietet volle Kooperation an. „Auch wenn etliche Maßnahmen noch sehr vage klingen und die Finanzierung der Maßnahmen auf Bundesebene unklar ist: Das Regierungsprogramm gibt dennoch Hoffnung, denn: Österreich ist europaweit Schlusslicht in Sachen Klimaschutz, und es kann nur besser werden. Die seit 1986 für das Umweltministerium verantwortliche ÖVP übergibt der neuen Grünen Umweltministerin ein wahrlich schweres Erbe“, so Sima.

Neben einem Kooperationsangebot für die neue Umweltministerin fordert Sima jedoch auch Unterstützung von ihrer Seite ein: „Ich bin zuversichtlich, dass das Wien-Bashing, das unter Türkis-Blau an der Tagesordnung stand, nun Geschichte ist. Wir erwarten uns vom Bund Unterstützung bei zentralen Klimaschutz-Maßnahmen, damit wir unser Ziel einer CO2-neutralen Stadt rasch umsetzen können. Sima nennt dabei die Finanzierung der beiden Ausbaustufen beim U-Bahnbau und die Finanzierung bundesländerübergreifender Straßenbahnen, um den über 250.000 Pendlerinnen und Pendlern aus dem Umland ein konkretes Angebot zu machen. „Mir ist die Zusammenarbeit mit den benachbarten Bundesländern enorm wichtig und wir können das Problem der Pendlerströme nur gemeinsam lösen“, betont Bürgermeister und SPÖ-Wien-Chef Michael Ludwig.

„Als SPÖ kämpfen wir darüber hinaus für eine spürbare Entlastung der Haushalte bei der Finanzierung des unumgänglichen Ökostromausbaus. Haushalte zahlen heute im Vergleich zur Industrie überproportional viel für den Ausbau der Erneuerbaren Energie und das ist nicht annehmbar. Der erfolgreiche Kampf gegen die Klimakrise braucht Akzeptanz in der Bevölkerung und daher eine gerechte Verteilung der Kosten“, so Josef Taucher.

„Jeder von uns ist Teil der Ursache des Klimawandels und jeder und jede von uns muss einen Beitrag zur Rettung des Klimas leisten, dafür stellen wir die Rahmenbedingungen“, so Sima. „Die Wiener SPÖ setzt bei all ihren Maßnahmen auf soziale Gerechtigkeit, auf Einbeziehung der Bevölkerung und breite Information, um die große Herausforderung der Klimakrise gemeinsam zu meistern und Wien klimafit zu machen“, so Michael Ludwig abschließend.

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(01) 4000-81 922
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