In „Pionier der Weltmeere“ am 30. April um 22.35 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Es war eines der größten Abenteuer der Seefahrt-Geschichte und fand vor 500 Jahren auf den heutigen Philippinen ein unrühmliches Ende. Im Jahr 1519 setzen der portugiesische Kapitän Ferdinand Magellan und seine Männer im Auftrag der spanischen Krone Segel Richtung Westen. Ihr Ziel: der Seeweg zu den Molukken, den legendären Gewürzinseln im pazifischen Ozean. Doch das Unternehmen wird zur Odyssee, Magellan erreicht nach Südamerika zwar den Pazifik und Ostasien, stirbt aber im Kampf mit Inselbewohnern. Die neue „Universum History“-Dokumentation „Pionier der Weltmeere – Magellans Odyssee“ von Hannes Schuler (ORF-Bearbeitung: Ronja Scherzinger) erzählt am Freitag, dem 30. April 2021, um 22.35 Uhr in ORF 2 mit aufwendigen Reenactments die spektakuläre Geschichte der ersten historisch belegten Weltumsegelung.

April 1521: Umzingelt von furchteinflößenden Kämpfern stolpert der Spanier in die Gischt – schon stürzen sich die Krieger auf ihn und jagen ihm gnadenlos ihre Speere in den Körper. Es ist das unrühmliche Ende eines Pioniers, der sich maßlos überschätzt und damit nicht nur sich selbst, sondern auch den Großteil seiner Mannschaft in den Tod getrieben hat. Seinen Platz in der Geschichte hat sich Ferdinand Magellan dennoch gesichert: Er entdeckte den Seeweg zwischen Pazifik und Atlantik am untersten Zipfel Südamerikas, der nach ihm benannt wurde – die Magellanstraße. Und obwohl er die gigantische Expedition nicht selbst zu Ende führte, lieferte er mit dem Unternehmen den Beweis, dass die Erde eine Kugel und keine Scheibe ist, und gab damit den Anstoß für einen komplett neuen Blick auf unseren Planeten.

Zwei Jahre zuvor, im September 1519, nimmt das ambitionierte Unterfangen im Hafen von Sevilla seinen Ausgang. Der portugiesische Seefahrer Magellan und seine Männer wollen auf einem westlichen Seeweg zu den legendären Gewürzinseln, den Molukken, gelangen. Mit an Bord ist auch der erfahrene Seemann Juan Sebastián Elcano aus dem Baskenland. Er ist es, von dem der finale Erfolg der Expedition letztlich abhängen wird. Die Expedition wird zu einer Odyssee mit folgenschwerem Ausgang – sowohl für Magellans Crew als auch für die Einheimischen, denen sie unterwegs begegnen. Von Beginn an liegen Spannungen zwischen dem portugiesischen Kapitän und seiner überwiegend spanischen Mannschaft in der Luft. Die Geheimhaltung seiner Pläne und schwerwiegende Fehlentscheidungen verstärken den Konflikt, der letztlich in einer Meuterei gipfelt. Erst nach mehr als einem Jahr auf See gelingt es Magellan endlich, die Durchfahrt vom atlantischen zum pazifischen Ozean zwischen Feuerland und der Südspitze Südamerikas ausfindig zu machen. Doch die Euphorie währt nur kurz: Magellan geht davon aus, dass die Gewürzinseln nun nur noch wenige Wochen entfernt sind. Anstatt die Vorräte aufzufüllen, segelt er weiter. Eine fatale Entscheidung: Rund 20.000 Seemeilen trennen die Seeleute von den Molukken, dem Ziel ihrer Träume. Magellans Fehlberechnung der geografischen Lage der Molukken kostet viele Menschenleben, der Pazifik wird zum Massengrab für seine Mannschaft.

Im März 1521 schließlich erreicht eine dezimierte und ausgezehrte Schiffscrew die Philippinen. Dort mischt sich Magellan in örtliche Konflikte ein – ein folgenschwerer Fehler, der ihn am 27. April 1521 schließlich das Leben kostet. Juan Sebastián Elcano übernimmt das Kommando und segelt weiter Richtung Westen, vollbeladen mit wertvollen Gewürzen. Im September 1522, knapp drei Jahre nach Start der Expedition und zahlreichen Komplikationen, läuft er schließlich im spanischen Hafen von Sanlúcar de Barrameda ein. Mit der Weltumsegelung, die unter dem Kommando von Ferdinand Magellan begonnen und von Juan Sebastián Elcano zu Ende geführt wurde, ist belegt: Die Erde ist eine Kugel. Spektakuläre Reenactments zeigen heute kaum vorstellbare Dimensionen einer Reise, die nicht nur das Leben der Seefahrer, sondern auch den Blick der gesamten Menschheit auf die Erde verändern sollte.

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