Maria Corejova, geboren 1975 in Bratislava, zählt zu den fest etablierten slowakischen Künstlerinnen der Gegenwart. Ihre Arbeiten wurden zum Beispiel So wurden ihre Arbeiten zum Beispiel auf der Venedig-Biennale für Architektur 2012 gezeigt, sie hatte 2012 mit dem STRABAG Kunstpreis Aufsehen erregt und ist in renommierten Sammlungen vertreten, wie eben in der STRABAG-Sammlung Wien und bei Luciano Benetton in Treviso.

Ihre Tuschezeichnungen auf Aquarellpapier zeigen eine Welt in schwarz-weiß, manchmal humorvoll, aber immer mit einer ausgereiften Tiefe. Sie diskutiert keine Themen, die abstrakt und weit vom Alltag der Menschen entfernt sind. Auch ihre Symbole sind „bodenständig“ und leicht verständlich. Dabei sind ihre oftmals menschenleeren Welten, entweder von Hand gezeichnet oder digital am Computer erarbeitet, provozierend streng geometrisch, beinahe schmerzhaft linear, was weit über den in Mittel- und Osteuropa weit verbreiteten Konstruktivismus hinaus geht. In dieser klaren pragmatischen Formensprache bearbeitet Maria Corejova grundlegende gesellschaftskritische Fragen, wie zum Beispiel wie sich der Wert der Freiheit in den letzten dreissig Jahren verändert hat.

In der kommunistischen Diktatur der Tschechoslowakei geboren, erlebte die Künstlerin das Thema Freiheit in besonderer Weise. Da gab es schmerzhaft klare Regeln, an die man sich zu halten hatte. Sie erfuhr, was im Alltag passiert, wenn zum Beispiel behördliche und gesellschaftliche Regeln und Beschränkungen gelten und wie darin die Menschen im Alltag ihre ganz persönliche kleine Freiheit trotzdem suchen und finden. Am Ende siegt in ihrem Werk immer der Fluss des Lebens, der durchbricht.

Als Fullbright Stpendiatin hat Maria Corejova in den USA studiert und lange Zeit da gelebt. In den USA, dem schlichten Symbol für Freiheit seit mehr als zweihundert Jahren, hat die Künslterin festgestellt, dass das westliche Gesellschaftsmodell in seiner Moral ähnliche Grenzen und Kontrollsysteme setzt. Mit gesundem Menschenverstand berichtet sie über die sogenannte freie westliche Gesellschaft, manchmal scherzt sie damit.

Maria Corejova‘s geometrische Formensprache unterstreicht die Tiefe der gesellschaftskritischen Aspekte. Ihre bezaubernde Fähigkeit, gerade Linien von Hand zu zeichnen, die klare Komposition ihrer Arbeit, der nicht von Farbe abgelenkte konstruktivistische Ansatz zusammen mit ihrem eigenen Sinn für Ästhetik machen Maria Corejova zu einer der grossen, einzigartigen, und daher ernstzunehmenden mitteleuropäischen Talente unserer Zeit.

Bereits im Jahr 2020 hatte ART 9TEEN unter dem Titel „Remapping the Future“ Werke von vier slowakischen Künstlerinnen, darunter auch Maria Corejova, gezeigt. ART 9TEEN Betreiber Alexander Varvaressos erklärt, „wir wollen damit auch darauf aufmerksam machen, dass die Länder des östlichen Donauraumes ein aussergewöhnliches künstlerisches Potential haben und über erstaunliche KünstlerInnen verfügt, deren Arbeiten auch im gesamten europäischen Raum gesammelt werden“.

ART 9TEEN liegt die Sicherheit und Gesundheit unserer Freunde und Gäste besonders am Herzen. Alle Begegnungen in unseren Räumlichkeiten finden zu bestimmten Zeitfenstern und unter Berücksichtigung und strikter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften statt.

Die Ausstellung findet vom 22.September – 7.November 2021 in den Räumlichkeiten des ART 9TEEN Private Art Club im 19. Bezirk, Billrothstraße 29, statt. Online-Reservierung auf www.art9teen.eu erforderlich. Eintritt frei!