Außerdem: Porträts Rudolf Nurejew, Yigal Ozeri u. v. m.

Wien (OTS) Hochkarätige ORF-Kulturmatinee im Doppelpack: Zu Mariä Empfängnis, am Donnerstag, dem 8. Dezember 2016, taucht ORF 2 um 9.05 Uhr ein in die zauberhafte Welt des Balletts und präsentiert nach dem Porträt „Rudolf Nurejew – Himmlische Anziehungskraft“ den heuer in der Wiener Staatsoper aufgezeichneten Klassiker „Don Quixote“ (9.50 Uhr) als Neueinstudierung von Nurejews 1966 eingerichteter Fassung. Nach Spanien führt auch die anschließende Dokumentation „El Escorial – Traum eines Weltherrschers“ (11.50 Uhr) über die gleichnamige Schloss- und Klosteranlage im Nordwesten von Madrid und ihren Auftraggeber Philipp II. Zum Ausklang der Feiertagmatinee zeigt ORF 2 eine Ausgabe der Kurzreihe „Meisterstücke“ über „Blühendes Konfekt“ (12.50 Uhr).

Am Sonntag, dem 11. Dezember, begleitet der von Clarissa Stadler präsentierte ORF-Kulturvormittag zunächst den polnischen Startenor Piotr Beczala an die „Orte der Kinderheit“ (9.05 Uhr), würdigt mit dem neuen Porträt „Der ‚Mozarteum‘-Sound – 175 Jahre Salzburger Tradition“ (9.40 Uhr) das renommierte Mozarteumorchester und blickt danach mit der ebenfalls neuen Doku „Yigal Ozeri – Die Illusion der Kunst“ (10.10 Uhr) dem israelischen Künstler beim hyperrealistischen Malen über die Schulter. Den Abschluss bildet „Die Kulturwoche“ (10.40 Uhr) mit Tipps und Berichten zum aktuellen Kulturgeschehen in Österreich.

Donnerstag, 8. Dezember:

„Rudolf Nurejew – Himmlische Anziehungskraft“ (9.05 Uhr)

Rudolf Nurejew gilt bis heute – fast 24 Jahre nach seinem Tod – als der berühmteste Tänzer des klassischen Balletts. Als einer, der in einem Wagon der Transsibirischen Eisenbahn auf die Welt gekommen war, blieb er immer in Bewegung, um als der hellste Stern am Balletthimmel kometenhaft aufzusteigen. Nurejew brachte mit seinem Charisma und seinem virtuosen Talent eine neue, moderne Dimension in den klassischen Tanz – egal ob als Tänzer, Choreograf oder als herumtollender Partner von Miss Piggy bei der „Muppet Show“. Mit ihrem Film wirft Regisseurin Sonia Paramo einen Blick auf das Leben dieses großartigen Künstlers in all seinen graziösen, leidenschaftlichen, dramatischen und exzessiven Facetten. Anhand von Interviews, Archivmaterial, Wiederaufnahmen und originalen Tanzsequenzen rekonstruiert sie die Schlüsselmomente von Nurejews Leben und bringt Licht in die aufregende Biografie eines unvergleichlichen Tanzkünstlers.

„Don Quixote“ (9.50 Uhr)

Der jahrhundertelang währende Dialog zwischen dem spanischen Volkstanz und dem Bühnentanz der Hochkultur fand in dem 1869 in Moskau uraufgeführten Ballett „Don „Quixote“ seinen Höhepunkt. Der Franzose Marius Petipa hatte sich für sein Werk durch Episoden aus dem legendären Roman des spanischen Schriftstellers Miguel de Cervantes inspirieren lassen. Die Musik komponierte der Österreicher Ludwig Minkus. Im Osten seit der Uraufführung ein Fixpunkt im Repertoire, fand „Don Quixote“ im Westen erst mit der 1966 an der Wiener Staatsoper eingerichteten Fassung durch Rudolf Nurejew Eingang in die internationalen Spielpläne. Von Wien ging das Ballett in die Welt und kehrte nach einer längeren Absenz 2011 in die Staatsoper zurück, wo es von Ballettchef Manuel Legris neu einstudiert wurde. Es tanzen viele beliebte Solisten der berühmten Wiener Ballettkompanie:
Kamil Pavelka und Christoph Wenzel geben den alten Ritter Don Quixote und seinen Begleiter Sancho Pansa, Maria Yakovleva und Denys Cherevychko sind das temperamentvolle Liebespaar Kitri und Basil, Ketevan Papava und Roman Lazik schaffen als Straßentänzerin und Espada eine erotisch-knisternde Atmosphäre. Dazu Michail Sosnovschi als Zigeuner, Olga Esina als stolze Königin der Dryaden und Kiyoka Hashimoto als Amor, umgeben von einem perfekt choreografierten Ensemble. Kevin Rhodes dirigiert das Orchester der Wiener Staatsoper. Für die ORF-Bildregie zeichnet Michael Beyer verantwortlich.

„El Escorial – Traum eines Weltherrschers“ (11.50 Uhr)

Ein Bollwerk des Glaubens, ein Symbol der Größe und Macht des spanischen Weltreichs – wie kaum ein zweites Bauwerk repräsentiert die Schloss- und Klosteranlage Escorial im Nordwesten von Madrid das 16. Jahrhundert und seinen Auftraggeber Philipp II., den spanischen König aus dem Hause Habsburg. Philipp II. war einer der schillerndsten Herrscher seiner Zeit: macht- und pflichtbewusst, getrieben von einem unbeirrbaren Glauben an die eine katholische Kirche und dem Bestreben, seinem Vater Karl V. nachzueifern. Er ließ den Escorial in einer unwirtlichen, menschenleeren Landschaft errichten, um von dort aus die Welt zu regieren – aus einem äußerlich kargen Bauwerk, das mit riesigen Proportionen und kaum Zierrat auffällt und dabei nicht von ungefähr an ein Kloster erinnert und bis heute Mönche beherbergt. Von dieser Klosterburg aus versuchte Philipp auch eine Lösung für eines der drängendsten Probleme seiner Zeit zu finden: die Kirchenspaltung. Er griff dabei zu dem Mittel der Inquisition. Wer nicht dem vorgeschriebenen Glauben anhing, wurde vorgeladen, gefoltert, verbrannt. Der Bau und seine Ausstattung atmen jene Unerbittlichkeit, mit der Philipp seine Macht ausübte. Der Film von Martin Weinhart verfolgt die Geschichte dieses beeindruckenden Bauwerks, das seit 1984 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Sonntag, 11. Dezember:

„Orte der Kindheit – Piotr Beczala“ (9.05 Uhr)

Peter Schneeberger geht in der Reihe „Orte der Kindheit“ mit Künstlern auf Reisen – zurück an ihren Ursprung, zurück zu dem, was sie geprägt hat. Diesmal erlaubt Tenor Piotr Beczala diesen privaten Blick in seine Vergangenheit und lädt zu einer herrlich-herzlichen Sommerreise. In seinem Refugium im südlichen Polen singt der Weltstar am Lagerfeuer Pfadfinderlieder und erzählt, warum er den Gemüsegarten seines Vaters hasste und wie die Sache mit dem Karpfen im Ruderboot sein Leben verändert hat. Beczala nennt sich selbst einen glücklichen Tenor. Er gilt in der Opernwelt als aufgehender Stern, einer der besten Tenöre der Welt. Seine Karriere überraschte ihn selbst wohl am meisten. Er begann ganz bescheiden – u. a. als Straßensänger in Wien. Die erste Gage waren ein paar Schillinge in seinem Hut. Was er damit angestellt hat und wie sein Leben weiterging, erzählen er und seine Frau Kasia in diesem von Ute Gebhardt gestalteten Film mit anekdotischem Witz und einer großen Portion Liebenswürdigkeit.

„Der ‚Mozarteum‘-Sound – 175 Jahre Salzburger Tradition“ (9.40 Uhr)

Das Mozarteumorchester Salzburg wird heuer 175 Jahre alt. 1841 wurde es unter Mithilfe von Mozarts Witwe Constanze und seinen beiden Söhnen zunächst als Studierendenorchester des neuen „Dommusikvereins und Mozarteums“ gegründet. Im Laufe seines langjährigen Bestehens avancierte es zu einem international renommierten Kulturbotschafter der Mozartstadt Salzburg. Die Dokumentation von Peter Beringer zeigt das Symphonie-, Festspiel- und Opernorchester von Salzburg hautnah. Im stetigen Spannungsfeld zwischen Alltag und hoher Kunst begibt sich der Film auf die Suche nach dem Faszinosum Orchester und dessen Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft.

„Yigal Ozeri – Die Illusion der Kunst“ (10.10 Uhr)

Der israelische Künstler Yigal Ozeri versteht es wie kein anderer, hyperrealistische Gemälde von betörender Wirkung zu schaffen:
Porträts junger Mädchen in Anlehnung an die Modefotografie, Bilder von Soldatinnen an der Meeresküste, inszenierte Allegorien im Stile alter Meister. Der Umgang mit dem Licht, die Farbkompositionen, die handwerkliche Brillanz lösen Erstaunen und Zweifel aus. Wie ist eine so täuschende Nachahmung der Realität möglich? Warum kreiert ein Künstler im Zeitalter der Fotografie und der digitalen Bilderflut solche Gemälde? Was bedeutet überhaupt Realismus in der Kunst – oder geht es hier vor allem um Irreführung und Illusion? Anlässlich einer Ausstellung der Bilder Ozeris in Wien untersucht der Film von Martin Traxl die Entwicklung des Künstlers vom abstrakten Maler zum Meister des Hyperrealismus und geht der Entstehung seiner atemberaubenden Werke auf den Grund.

Die ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) stellt alle Beiträge der „matinee“, für die entsprechende Lizenzrechte vorhanden sind, als Live-Stream und als Video-on-Demand bereit.

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