Außerdem: „Die Kulturwoche“ und „100 pieces – Salzburger Festspielgeschichte“

Wien (OTS) Am zweiten Salzburger Festspielwochenende zeigt die „matinee“ am Sonntag, dem 9. August 2020, um 9.05 Uhr in ORF 2 die Festspielstadt, wie sie noch nie zu sehen war: „Salzburg – Im Schatten der Felsen“ – inklusive Almwirtschaft am Kapuzinerberg, Bergputzer an den Felswänden der Innenstadt und ein noch heute verwendetes unterirdisches Wasserversorgungssystem. Anschließend steht das neue Künstlerporträt „Arturo Benedetti Michelangeli – Ein unfassbarer Pianist“ (9.50 Uhr) anlässlich des 100. Geburtstags des 1995 verstorbenen Klaviervirtuosen auf dem Programm. Um 10.50 Uhr bietet die letzte Ausgabe der transmedialen ORF-Archivreihe „100 pieces“ einen nostalgischen Blick auf 100 Jahre Salzburger Festspielgeschichte. Davor bringt „Die Kulturwoche“ (10.40 Uhr) Berichte und Tipps zum aktuellen Kulturgeschehen. Den ORF-Kulturvormittag präsentiert Teresa Vogl.

„Salzburg – Im Schatten der Felsen“ (9.05 Uhr)

Im Mittelpunkt der Dokumentation von Georg Riha stehen die Festung Hohensalzburg und der Fels, der der Stadt ihr Aussehen verleiht. Der Mönchsberg prägt Salzburg genauso wie die Bauten, die in seinen Fels gehauen wurden, etwa die berühmte Felsenreitschule. Auch das Baumaterial vieler anderer Gebäude stammt aus dem Berg, und selbst beim Salzburger Dom erkennt man noch heute die geologische Herkunft seiner Fassaden. Der Film porträtiert die Festspielstadt, zeigt dabei auch ihre verborgenen Seiten, und lässt ihre faszinierende und lebendige Vielfalt erahnen. Dazu gehört nicht nur die Almwirtschaft am Kapuzinerberg, sondern ebenso die mutigen Bergputzer an den Felswänden der Innenstadt oder das einzigartige unterirdische Wasserversorgungssystem, genannt Almkanal. Viele Klöster und Kirchen sowie zahlreiche versteckte kulturelle „Juwele“ ergänzen das facettenreiche Bild der prächtigen Stadt an der Salzach.

„Arturo Benedetti Michelangeli – Ein unfassbarer Pianist“ (9.50 Uhr)

Selbst unter Pianistenkollegen löst der Name Arturo Benedetti Michelangeli beinahe Ehrfurcht aus, steht er doch für höchste Vollendung und einen Schönheitskult, wie ihn vielleicht kein anderer Meisterpianist betrieben hat. Er steht aber auch für kurzfristige Konzertabsagen und von den Medien genüsslich verbreitete Künstlerneurosen. So lässt der italienische Virtuose wegen einer kleinen technischen Panne sämtliche Aufnahmen der TV-Aufzeichnung des Ravel-Klavierkonzerts mit den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celebidache im Jahr 1992 löschen. Diese spezielle Episode ist der Ausgangspunkt für die Dokumentation von Syrthos J. Dreher, denn die Aufnahmen, die hinter den Kulissen entstanden, sind heute die einzigen filmischen Dokumente dieses legendären Konzerts und eröffnen einzigartige Einsichten in Michelangelis perfektionistisches Künstlertum. Der Filmemacher Syrthos J. Dreher sammelte rund 30 Jahre lang umfangreiche Filmmaterialien, Berichte von Zeitgenossen und Dokumente, die Michelangeli und sein Talent von einer völlig neuen Seite zeigen. Das Publikum fiebert mit, wenn sich der Pianist nach einem Herzinfarkt mühsam den Weg zurück zu seiner alten Form erkämpft. Jahrzehntelang hat der Regisseur dem Enigma Michelangeli nachgespürt – heuer jährt sich sein Geburtstag zum 100. Mal.

„100 pieces – Salzburger Festspielgeschichte“ (10.50 Uhr)

„Die ganze Stadt ist Bühne“ – so formulierten die Gründerväter der Salzburger Festspiele – Max Reinhardt, Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss – ihre kulturpolitische Intention. Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums vermitteln kurzweilig aneinander gereihte Archivausschnitte einen nostalgischen Blick in die Geschichte eines der bedeutendsten Festivals für Oper, Schauspiel und Konzert. „100 pieces“ ist eine Kooperation zwischen ORF.at, ORF-TV-Kultur im Rahmen der ORF-2-„matinee“ und dem ORF-Fernseharchiv, die auch online auf ORF.at/100pieces präsentiert wird.

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