Bis zu 10 Millionen Euro werden an Kulturbetriebe ausgeschüttet, die trotz Inanspruchnahme aller Corona-Maßnahmen noch in existenziellen Schwierigkeiten stecken

Wien (OTS) Das Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) spannt mit einem mit 10 Millionen Euro dotierten Sondertopf ein ergänzendes Sicherheitsnetz zum Erhalt der Vielfalt im Kulturbetrieb auf. Vergeben werden Sonderförderungen von bis zu 50.000 Euro pro antragstellender Kultureinrichtung oder künstlerisch tätiger Einzelperson, die aufgrund der Pandemie und trotz Inanspruchnahme aller anderen Hilfsangebote der Regierung nach wie vor in wirtschaftlichen Schwierigkeiten ist. Anträge sind ab 19. Juli und vorerst bis 31. August möglich.

„Es gibt im Kulturbereich besondere Umstände, die in Einzelfällen dazu führen können, dass die umfassenden Corona-Hilfen der Bundesregierung nicht ausreichend zur Anwendung kommen“, so Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. „Das kann zum Beispiel an stark schwankenden monatlichen Umsätzen liegen, oder an Einmaleffekten im Vergleichszeitraum 2019, oder an speziellen Auftrags- oder Einnahmenstrukturen, die in den breiten Wirtschaftshilfen nicht berücksichtigt werden konnten. Diesen Einzelfällen geben wir jetzt die Möglichkeit von Sonderförderungen, die das Überleben der Betriebe und Einrichtungen sichern sollen, wo es notwendig ist.“

Die Sonderförderungen des BMKÖS basieren auf dem extra dafür geschaffenen § 2a des Kunstförderungsgesetzes, der bereits Ende 2020 im Nationalrat beschlossen wurde. Aufgrund der Entwicklungen der Pandemie und der damit verbundenen Weiterentwicklung anderer Unterstützungsmaßnahmen musste der Start des Sonderfördertopfs immer wieder verschoben werden.

„Die Sonderförderungen funktionieren subsidiär. Das heißt: Sie sollen dann greifen, wenn alle anderen Maßnahmen nicht ausreichen“, erklärt Staatssekretärin Mayer. „Deshalb mussten wir zunächst die Ausgestaltung der anderen Wirtschaftshilfen abwarten, um die Kriterien der Sonderförderung richtig aufzusetzen. Jetzt, an den hoffentlich letzten Ausläufern der Pandemie, kommen sie gerade rechtzeitig, um dort zu unterstützen, wo es noch Lücken gibt.“

Antragsberechtigt sind Selbständige sowie kleine und mittlere Unternehmen, deren Einnahmen zu mindestens 50 Prozent im Bereich Kunst und Kultur erzielt werden und die in ihrer ordentlichen Geschäftstätigkeit von erheblichen durch Covid-19 verursachten Einnahmenentfällen betroffen sind. Die förderbaren Kosten umfassen Personal- und Sachkosten, die für die Aufrechterhaltung der Betriebs- und Geschäftstätigkeit und damit für die Fortführung der künstlerischen bzw. kulturellen Tätigkeit notwendigerweise und nachweislich anfallen.

Die Vergabe der Förderungen erfolgt wie üblich auf Basis von Empfehlungen eines unabhängigen Beirats. Das Ministerium behält sich eine weitere Ausschreibungsphase vor, falls die Dotierung von 10 Millionen Euro mit der aktuellen Ausschreibung nicht ausgeschöpft wird.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.bmkoes.gv.at/Service/Ausschreibungen/kunst-und-kultur-ausschreibungen/struktursicherung.html

Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
Mag. Heike Warmuth
Pressesprecherin der Staatssekretärin für Kunst und Kultur
+43 6646104501
heike.warmuth@bmkoes.gv.at
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