In Zeiten von Home-Office, Ausgangsbeschränkungen und Reiseverboten lernen viele ihre Gärten wieder mehr zu schätzen. Der heimische Garten stellt aber nicht nur einen Ort der Ruhe und Entspannung für den Menschen dar, sondern kann auch ein wichtiger (Ersatz-)Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten sein. Besonders Amphibien und Reptilien können von einem naturnah gestalteten Garten profitieren und hier ein Zuhause finden. Leider sind Vorkommen von Laubfrosch, Teichmolch, Zauneidechse & co im Siedlungsgebiet vergleichsweise wenig dokumentiert und erforscht. Aus diesem Grund lädt die Österreichische Gesellschaft für Herpetologie (ÖGH; www.herpetozoa.at) dieses Jahr zwischen 10. und 16. Mai erstmalig zur Mitmach-Aktion “Von Alpenkammmolch bis Zauneidechse – Gartenfreunde im Fokus” ein: alle sind aufgerufen, Amphibien und Reptilien im eigenen Garten zu melden. Neben der Freude, die Natur im heimischen Garten zu entdecken und einen wichtigen Beitrag zur Erforschung dieser gefährdeten Tiergruppen zu leisten, werden als zusätzliche Motivation (Sach-)Preise unter allen TeilnehmerInnen verlost.

Amphibien und Reptilien im eigenem Garte zu fördern ist übrigens nicht schwer! Strukturvielfalt schafft Nahrungsangebot und Versteckplätze. Ein Gartenteich lockt nicht nur Kröten, Frösche und Molche an, auch harmlose Ringelnattern freuen sich über diesen. Unverfugte Trockensteinmauern werden gerne von Eidechsen besiedelt, in einen Komposthaufen können Eidechsen ihre Eier ablegen und Dornenbüsche schützen vor herumstreunenden Katzen. Alle Amphibien- und Reptilienarten sind übrigens gefährdet und geschützt. Daher ist das An- und Absiedeln verboten. Ist der Garten für Grasfrosch & co geeignet, werden sie diesen von selbst aufsuchen, auch wenn es manchmal ein bisschen Zeit braucht. Mehr Informationen zum amphibien- und reptilienfreundlichen Garten, alle Details zur Mitmach-Aktion und das Meldeformular sind zu finden auf gartenfreunde.herpetozoa.at.