Wien (OTS) Eine international besetzte Jury wählte aus insgesamt 99 Einreichungen ein neues Forschungsprojekt zur digitalen Messung der Lebensqualität der privaten Wirtschaftsuniversität am Kahlenberg aus. Das interdisziplinäre Vorhaben unter der Leitung von Prof. Arno Scharl, Prof. Ivo Ponocny und Prof. Sabine Sedlacek verbindet digitale und sozialwissenschaftlich-psychologische Forschung. Im Sinne des Digitalen Humanismus werden innovative Technologien eingesetzt, um die Anliegen und das Wohlergehen der Wiener Bevölkerung besser zu verstehen und damit auch fördern zu können. Für die Umsetzung dieser dreijährigen Forschungsinitiative stellt der WWTF eine Förderung in der Höhe von 394.600 Euro zur Verfügung.

Wien wurde in den letzten Jahren immer wieder als Stadt mit der weltweit besten Lebensqualität ausgezeichnet. Eine präzise Erfassung der Daten ist eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen. Dafür sind traditionell umfassende Umfragen notwendig. Diese sind nicht nur sehr kostspielig und erfordern einen erheblichen organisatorischen Aufwand, häufig fehlen auch regionale Informationen.

„Das geförderte Projekt mit dem Namen DWBI (Digital Well-Being Index for Vienna) der Modul University Vienna will dem entgegenwirken: Dabei werden öffentlich verfügbare Inhalte aus Blogs, User-Foren und sozialen Medien analysiert, um Rückschlüsse auf die wahrgenommene Lebensqualität zu ermöglichen“, schildert Prof. Arno Scharl, Leiter des Forschungszentrums für Neue Medientechnologie. „Die mit automatisierten Verfahren gewonnenen Daten ergänzen bereits vorhandene Sozialindikatoren aus traditionellen Fragebogenerhebungen um eine Vielzahl konkreter Details, die als Entscheidungsgrundlagen benötigt werden.“

Die Extraktion von Wissen aus Online-Daten erlaubt dabei eine umfassende und zeitnahe Analyse von Trends, ohne sich auf eine kleine Auswahl an Themen beschränken zu müssen, schildert der Experte. „Dadurch sollen existierende Indikatorensysteme substanziell erweitert und neue Anwendungsfelder erschlossen werden.“ Das bis 2024 laufende Forschungsprojekt ist das erste an der Privatuniversität, welches aus Mitteln des WWTF gefördert wird. Die Ergebnisse sollen nicht nur in wissenschaftlichen Veröffentlichungen dokumentiert, sondern nach Abschluss des Projekts auch in Form von Datendiensten laufend zur Verfügung gestellt werden.

Wien als internationaler Forschungsstandort
In Wien sind zahlreiche Forschungsinstitutionen, Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten beheimatet. Die private Universität am Kahlenberg ist ein bedeutender Teil davon. „Forschungsarbeit ist wichtig, um den wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt voranzutreiben. Ich freue mich sehr, dass die Modul University Vienna mit dem Digital Well Being Index Vienna hier einen wesentlichen Beitrag leisten kann“, so Kasia Greco, Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Wien.

Forschungsmöglichkeiten sind essenziell, um auch als Wirtschaftsstandort weiterhin für Unternehmen interessant zu bleiben. Ebenso wird das Zusammenspiel zwischen Wissenschaft und Wirtschaft künftig noch bedeutender werden. „Wien galt schon immer als Drehscheibe auf dem internationalen Parkett“, sagt Greco. „Heute punktet Wien vor allem auf dem Sektor Life Sciences. Damit wir wieder als Stadt mit der höchsten Lebensqualität ausgezeichnet werden – dafür ist dieses aktuelle Forschungsprojekt sicher sehr unterstützend.“

Der vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds WWTF im Herbst 2020 ausgeschriebene Call Digital Humanism fördert neun stark interdisziplinär geprägte Forschungsprojekte, die sich mit Sozialen Netzwerken, Künstlicher Intelligenz und Fragen der Demokratiepolitik beschäftigen. Der Call mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 3,59 Mio. € wird gemeinsam aus Eigenmitteln des WWTF sowie Mitteln der Stadt Wien finanziert; zwei Projekte werden darüber hinaus vom Land Niederösterreich ko-finanziert.

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