Appell: Beim Wintersport besonders an Not der Wildtiere denken

Wien (OTS) “Es gibt kaum Schöneres für Wintersportler als ausreichend Schnee und herrliche Wintertage, um Spuren in einen unbefahrenen Hang zu ziehen. Leider bedenken viele Erholungsuchende nicht, dass sie sich abseits markierter Pisten nicht nur selbst gefährden können, sie vergessen auch, dass sie sich durch das Schlaf- und Esszimmer vieler Wildtiere bewegen. Daher appellieren wir an die Sportbegeisterten, zum Wohle der Wildtiere, aber auch zum Schutz der jungen Pflanzen unter der Schneedecke, die von den messerscharfen Kanten der Skier schwer beschädigen werden können, beim Genießen der Natur auf Tiere und Jungpflanzen jetzt ganz besonders Rücksicht zu nehmen”, richtet sich Landwirtschaftskammer (LK)-Österreich-Präsident Josef Moosbrugger an alle Wintersportler mit einem Aufruf zu mehr Achtsamkeit gegenüber Wild und Wald.

Pisten und Wege nicht verlassen

Wildtiere sind prinzipiell gut an einen strengen Winter angepasst, indem sie ihren Energiehaushalt auf Sparmodus stellen. Das unerwartete Auftauchen von Sportlern oder Wanderern, die sich abseits gewohnter Routen bewegen, wird von den Tieren als Gefahr wahrgenommen. Das Wild flüchtet, was an seinen Energiereserven zehrt, die dringend zum Überleben bis ins Frühjahr benötigt werden. “Wer seine Natursehnsucht egoistisch befriedigen will, gefährdet so das Leben vieler Wildtiere und provoziert auch Schäden am Wald”, ergänzt der Präsident und ersucht, nur ausgewiesene Pisten, Routen und gekennzeichnete Touren zu benützen.

Fünf Fair-Play-Regeln

Im “Walddialog” des Landwirtschaftsministeriums, in den zahlreiche Institutionen, darunter auch Naturschutzorganisationen, eingebunden sind, wurden Fair-Play-Regeln zum Waldbesuch erarbeitet, denn der Wald ist wesentlich mehr als nur ein Erholungsraum.

Diese fünf Fair-Play-Regeln lauten: Der Wald ist Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen – Rücksichtnahme bei Waldbesuchen ist angewandter Naturschutz. Winter im Wald bedeutet in vielen Regionen Holzerntezeit – auf Hinweistafeln zu achten, sorgt für ein sicheres Miteinander und ermöglicht eine nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz. Wälder im steilen Gelände schützen Menschen und Infrastruktur – wer auf markierten Wegen und Routen bleibt, schützt sich und andere. Ruhezonen und Fütterungskonzepte sind im Winter überlebenswichtig für Wildtiere – mit verantwortungsvollem Verhalten und dem Meiden von Ruhe- und Fütterungsflächen helfen wir den Tieren, gut durch den Winter zu kommen. Junge Pflanzen sind im Winter oft knapp unter der Schneedecke verborgen – wer sich auf ausgewiesenen Routen bewegt, sichert den Wald der Zukunft. (Schluss)

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