Landwirtschaftskammer: Lehnen Patente auf Pflanzen und Lebewesen ab

Wien (OTS) Die heute von der Europäischen Kommission präsentierte Studie über neue Züchtungsmethoden beurteilt die neue Technik als große Chance für mehr Nachhaltigkeit in der Produktion, für bessere Resistenzen der Pflanzen und als probate Möglichkeit einer rascheren Anpassung an Klimaveränderungen. Auch die Ernteprodukte können damit im Hinblick auf Inhaltsstoffe qualitativ verbessert werden und auf diese Weise positive gesundheitliche Effekte bewirken. “Wir begrüßen daher die Studie und sehen sie als wichtigen Impuls für die kommende Diskussion. Die Landwirtschaftskammer (LK) Österreich bekennt sich weiterhin zum Anbauverbot für GVO-Pflanzen. Doch sie steht neuen und effizienteren Methoden der Pflanzenzüchtung offen gegenüber und fordert dazu eine wissenschaftsbasierte und keine ideologische Diskussion”, erklärt Präsident Josef Moosbrugger und ergänzt: “Wir fordern rasch EU-weit einheitliche Regelungen, wie die neuen Methoden rechtlich einzustufen sind.”

Neue Methoden ergänzen herkömmliche Züchtung

“Wir wollen in Österreich weiterhin eine nachhaltige bäuerliche Züchtung. Daher lehnen wir ganz klar die Erteilung von Patenten auf Tiere und Pflanzen ab. Erst dadurch wird auch für kleine und mittelständische heimische Unternehmen der Zugang zum internationalen Züchtungsfortschritt gesichert. Die traditionellen Methoden in der Pflanzen- und Tierzucht werden weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Wie jedoch die heute präsentierte Studie beweist, können neue Züchtungsmethoden einen wesentlichen Lösungsansatz für viele klima- und gesellschaftspolitische Herausforderungen bieten. Sie machen Erfolge auf mehreren Ebenen möglich: Resistenzen gegen Krankheiten, Umwelteinflüsse und Klimaveränderungen, höhere Ernährungsqualität, Reduktion von Pflanzenschutz”, so Moosbrugger. (Schluss)

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