Paris (ots/PRNewswire) Vom 13. Oktober 2022 bis 16. April 2023

Vom 13. Oktober 2022 bis 16. April 2023 feiert das Musée des Arts décoratifs in Paris im Rahmen einer umfangreichen Ausstellung die 1980er Jahre. Dieses historische Jahrzehnt entspricht in Frankreich in den Bereichen Mode, Design und grafische Darstellung einer politischen und künstlerischen Wende, die mit der Wahl von François Mitterrand im Jahr 1981 beginnt und mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 endet.

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700 Werke – Kunstgegenstände, Möbel, Mode-Silhouetten, Plakate, Fotografien, Clips, Plattencover und Fanzine – erzählen von diesem stürmischen Zeitalter, Synonym des Eklektizismus. Die 80er Jahre sind geprägt durch eine neue Designer-Generation mit Olivier Gagnère, Elizabeth Garouste und Mattia Bonetti, Philippe Starck, Martin Szekely; einige von ihnen erreichen international Bekanntheit.

Auch die Silhouette befreit sich von den Zwängen der Stile und einige Modedesigner, etwa Jean Paul Gaultier oder Thierry Mugler, werden zu „Superstars”. Während sich Thierry Mugler oder Claude Montana von den historischen Silhouetten inspirieren lassen, parodieren sie Jean Paul Gaultier, Vivienne Westwood oder Chantal Thomass. Martin Margiela oder Rei Kawakubo versuchen wiederum den Begriff Kleidung zu zerlegen, etwa für Comme des Garçons.

Die Ausstellung weist anhand der „großen architektonischen Umgestaltung” des damaligen französischen Präsidenten François Mitterand”, die von unterschiedlicher visueller Darstellung begleitet ist, auf den politischen Kontext hin. Es wurden Werke von Grapus für La Villette und den Louvre und von Jean Widmer für das Musée d’Orsay in Auftrag gegeben.

Die Medien und der audiovisuelle Bereich erleben einen beispiellosen Aufschwung. Étienne Robial erfindet das Konzept für das Erscheinungsbild der Fernsehsender Canal+, M6 oder La 7. Die Vermehrung der TV-Sender führt zum Goldenen Zeitalter des Werbefilms und berühmter Regisseure, etwa Étienne Chatiliez, Jean-Paul Goude oder Jean-Baptiste Mondino.

Die 1980er Jahre stehen im Zeichen der Feste und der Freiheit: Modeschauen verwandeln sich in aufsehenerregende Shows, die zum Anlass für ausgelassene Feste an heute legendären Orten werden, z.B. Le Palace und Les Bains Douches. In den Clubs wo der Schein das beherrschende Element und die Exzentrizität die Regel ist, tanzt ganz Paris zu den Klängen von New Wave, Rock und Hip-Hop.

Die Ausstellung erinnert daran, wie sehr die 80er Jahre Jahre des Zusammenpralls von Stilen, der Spontaneität und der Freiheit sind.

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