Protest gegen arktische Ölbohrungen geht weiter: Norwegische Regierung im November vor Gericht

Tromsö/Wien (OTS) Die beiden Greenpeace-Aktivistinnen aus Österreich, die vergangenen Donnerstag auf hoher See in der Arktis festgenommen wurden, sind wieder auf freiem Fuß. Auch für die restliche Crew wurde der Arrest aufgehoben. Das von der norwegischen Küstenwache beschlagnahmte Greenpeace-Schiff “Arctic Sunrise” wurde wieder freigegeben. Das Vorgehen der norwegischen Küstenwache folgte einem siebenstündigen friedlichen Protest der UmweltschützerInnen vor einer Statoil-Ölbohrplattform in der Arktis. Um weitere Ölbohrungen in dieser sensiblen Region zu verhindern, haben Greenpeace Nordic und die Organisation Nature & Youth die norwegische Regierung geklagt. Am 13. November startet der Gerichtsprozess.

„Mit unserem friedlichen Protest haben wir aufgezeigt, dass die norwegische Regierung mit der Vergabe neuer Ölbohrlizenzen einen riesigen Fehler macht. Sie weiß ganz genau, dass eine zunehmende Ölförderung in der Folge zu vermehrten Wetterextremen wie Taifunen und Dürren beiträgt. Es ist Zeit die Menschen an erster Stelle zu setzen,” sagt Dalia Kellou, Greenpeace-Aktivistin aus Österreich, die am Protest teilnahm. Vergangenen Donnerstag sind Greenpeace-AktivistInnen in die Sperrzone der nördlichst gelegenen Ölplattform in der norwegischen Barentssee in der Arktis eingedrungen. Dort platzierten sie eine 300 Kilogramm schwere Weltkugel mit 2,5 Meter Durchmesser. Diese war mit Nachrichten von rund 1000 Menschen aus aller Welt beschriftet, die ihre Stimme für die Arktis und für den Schutz unseres Planeten erhoben haben. Aufgrund der Nähe zur arktischen Eisdecke, haben sowohl das norwegische Polarinstitut als auch die norwegische Umweltbehörde davon abgeraten, dieses Gebiet für Ölbohrungen freizugeben. Trotzdem vergab die norwegische Regierung die Lizenz am 10. Juni 2016 an Statoil. Auch 12 weitere Ölkonzerne erhielten Bohrlizenzen in der Arktis. „Die norwegische Regierung hat das Pariser Klimaschutzabkommen ratifiziert und gefährdet gleichzeitig ein für unseren Planeten wichtiges Ökosystem. Das ist inakzeptabel. Aus diesem Grund bringen wir arktisches Öl vor Gericht”, so Lukas Meus, Arktis-Sprecher bei Greenpeace in Österreich.

Gemeinsam mit der norwegischen Organisation Nature & Youth hat Greenpeace Nordic die norwegische Regierung geklagt. Denn die Vergabe der neuen Ölförderlizenzen widerspricht nicht nur dem Pariser Klimaschutzabkommen, sondern auch der eigenen Verfassung. Diese garantiert nach dem Paragraph 112 eine gesunde und sichere Umwelt für die kommenden Generationen. Der Gerichtsprozess startet am 13. November. „Unser Einsatz für die Arktis geht weiter. Wir werden auch in Zukunft nicht einfach zusehen, wie die norwegische Regierung die Arktis gefährdet”, so Meus abschließend.

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Reka Tercza
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 857 45 98
E-Mail: reka.tercza@greenpeace.org



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