Am 9. Dezember um 22.45 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Nancy Wake kämpfte während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich gegen die Nazis. Als Widerstandskämpferin avancierte sie zur meistgesuchten Frau der Gestapo. „Universum History“ erzählt am Freitag, dem 9. Dezember 2016, um 22.45 Uhr in ORF 2 im Dokudrama „Nancy Wake – Gejagt von der Gestapo“ von Mike Smith (deutsche Bearbeitung: Caroline Haidacher) das bewegte Leben der Neuseeländerin, die als Fluchthelferin und Mitglied der Résistance die höchstdekorierte weibliche Militärangehörige der Alliierten war.

Im Jahr 1938 wird die umtriebige Journalistin Nancy Wake in Wien Zeugin der Judenverfolgung durch die Nazis – ein Schlüsselerlebnis. Denn fortan will sie den Nationalsozialismus mit allen Mitteln bekämpfen. In ihrer Wahlheimat Frankreich engagiert sie sich ab 1940 als Fluchthelferin. Unter dem Codenamen „Die Weiße Maus“ fahndet die Gestapo nach der Frau, die immer wieder gekonnt entwischt. Als die Lage zu heikel wird, flüchtet Wake nach London. Ihr Ehemann Henri Fiocca bleibt in Frankreich zurück. In England lässt sich Wake zur Agentin für Churchills Sondereinsatztruppen (SOE) ausbilden, um ihren Kampf gegen die Nazis in Frankreich fortführen zu können. Mit dem Fallschirm springt sie über dem von den Deutschen besetzen Frankreich ab, führt 7.000 Widerstandskämpfer an und versorgt ihre Einheit mit Waffen. Einmal legt sie mit dem Fahrrad 500 Kilometer in 71 Stunden zurück, um ein Funkgerät zu organisieren – ihre mutigste Leistung, wie sie später ihrem Biografen erzählen sollte.

Die im Jahr 2011 verstorbene Wake bezeichnete Henri Fiocca stets als Liebe ihres Lebens. Der französische Geschäftsmann unterstützte seine Frau zeitlebens in ihrem Engagement. Selbst unter Folter hatte er sie nicht an die Nazis verraten. Seine Loyalität sollte er schließlich mit dem Leben bezahlen.

Das Dokudrama „Nancy Wake – Gejagt von der Gestapo“ zeigt mit Hilfe beeindruckender Spielszenen die vielfältige und wandlungsfähige Persönlichkeit der Journalistin. Zivilcourage, Furchtlosigkeit und die Fähigkeit, auf die eigene Intuition zu vertrauen, sind bis heute untrennbar mit den Namen Nancy Wake verbunden. „Nancy Wake – Gejagt von der Gestapo“ bricht mit dem Klischee der friedlichen und passiven Frau der 1940er Jahre und zeichnet stattdessen das Bild einer aktiven, trinkfesten Kämpferin, die selbst vor dem Einsatz von Waffen nicht zurückscheute. In Interviews erzählen Menschen, die Wake noch als ältere, immer noch inspirierende Frau kennengelernt haben, von den eindrucksvollen Begegnungen mit ihr und setzen ihre Anekdoten in historischen Kontext.

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