Gerald Loacker: “Explosion der offenen Stellen zeigt strukturelle Probleme des heimischen Arbeitsmarktes”

Wien (OTS) Mit gemischten Gefühlen reagiert NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker auf die aktuellen Arbeitslosenzahlen: „Natürlich ist es erfreulich, dass die Zahl der Arbeitslosen sinkt. Dennoch explodiert die Zahl der offenen Stellen. Damit werden strukturelle Probleme des heimischen Arbeitsmarktes deutlich. Die Probleme im Bereich der Qualifikation lassen den Sozialminister auch weiterhin so kalt wie die fehlenden Arbeitsanreize.“

Mit Sorge blickt Loacker auf die Zahl der Langzeitarbeitslosen: „Immer mehr Menschen sind beim AMS langfristig arbeitslos gemeldet. Gleichzeitig haben wir eine steigende Zahl an Mindestsicherungsbeziehern,die am Arbeitsmarkt zu integrieren sind. Ohne entsprechende Arbeitsanreize wird die Zahl dieser Menschen weiter zunehmen, während Unternehmen händeringend nach Personal suchen.”

In diesem Zusammenhang betont der NEOS-Sozialsprecher die Forderung nach mehr Arbeitsanreizen. „Das Arbeitslosengeld bietet derzeit keinen Anreiz, bei lang andauernder Arbeitslosigkeit schneller Jobs anzunehmen. Das Arbeitslosengeld muss am Beginn höher sein, dann aber im zeitlichen Verlauf sinken. Nach zwei Jahren soll es nur noch Mindestsicherung geben“, skizziert der liberale Abgeordnete seinen Vorschlag, die Mobilität der Arbeitskräfte zu erhöhen und offene Stellen effektiver zu besetzen. „Gleichzeitig ist klar, dass die Zuverdienstgrenzen überdacht werden müssen. Insbesondere in der Mindestsicherung müssen mehr Anreize entstehen, auch Hilfsarbeitsjobs anzunehmen“, ist Loacker überzeugt.

Abschließend weist Loacker Stögers Aussagen zurück, dass bereits positive Wirkungen des Beschäftigungsbonus und der Aktion 20.000 zu beobachten wären: „Die Behauptung, die Aktion 20.000 und der Beschäftigungsbonus würden wirken, ist der letzte Beweis für die völlige Inkompetenz dieses Ministers. Der Beschäftigungsbonus gilt erst für Neueinstellungen ab 01.07.2017. Es wurde noch kein einziger Förder-Euro ausbezahlt. Die Aktion 20.000 ist in ihrer Umsetzung – höflich gesagt – in den Kinderschuhen. Eine günstige Entwicklung der Arbeitslosenzahlen ist auf Vieles zurückzuführen, aber bestimmt nicht auf die Arbeit des Sozialministers.“

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