Niki Scherak: „Bei Integrationsteams zu sparen, ist der falsche Weg – ich bin sehr verwundert, dass wir darüber überhaupt diskutieren müssen“

Wien (OTS) Dass den Integrationsteams an den Schulen mit Ende des Jahres das Aus droht, ist für Menschenrechtssprecher Niki Scherak unverständlich: „Kindern, die eine Flucht hinter sich haben und die traumatisiert sind, muss geholfen werden, in ihrer Klasse Fuß zu fassen. Dafür braucht es speziell ausgebildete Experten, die auch bei Elterngesprächen mitarbeiten können. Das ist eine zentrale Aufgabe, um für eine gelungene Integration sorgen zu können. Hier zu sparen, ist der komplett falsche Weg. Ich bin sehr verwundert, dass wir überhaupt darüber diskutieren müssen, ob diese Maßnahme auch im kommenden Jahr weitergeführt werden kann.“

Hier sei jetzt Integrationsminister Sebastian Kurz gefragt. „Ich erwarte mir von einem Integrationsminister, dass er Bildungsministerin Hammerschmid gegenüber dem Finanzminister entsprechende Rückendeckung geben wird. Gerade bei jungen Menschen darf bei Integrationsmaßnahmen nicht gespart werden. Kommt es hier zu Versäumnissen, dann wird das nur sehr schwer wieder aufzuholen sein“, warnt Scherak. Einmal mehr zeigt sich, dass die SPÖVP-Regierung nach wie vor kein Gesamtkonzept hat. „Die Regierung drückt sich sichtlich vor der Schicksalsaufgabe Integration – anders ist es nicht erklärbar, dass man Integrationsteams einfach so mit Jahresende auflösen kann“, so Scherak, der einmal mehr einen Regierungskoordinator für Integration fordert. Dieser Regierungskoordinator soll „abseits von parteipolitischen Eitelkeiten Lösungen aufzeigen und für ein gemeinsames, koordiniertes Vorgehen in Österreich sorgen.”

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