Brandstötter: „Es liegt eine verantwortungsvolle Aufgabe vor Roland Weißmann, es gilt den ORF in eine neue Zeit zu führen. In Zukunft muss Personalentscheidung transparenter passieren.“

Wien (OTS) Anlässlich der heutigen Wahl des neuen ORF-Generaldirektors gratuliert NEOS-Mediensprecherin Henrike Brandstötter Roland Weißmann, mahnt aber auch einen verantwortungsvollen Umgang mit dieser wichtigen Position ein. „Es liegt eine Fülle an Herausforderungen vor Roland Weißmann, der sein Amt mit dem Geruch des politischen Mauschelns antreten muss. Jetzt muss er beweisen, dass er den ORF in eine neue Zeit führen und ihn zukunftsfit aufstellen kann. Ein modernes Medienhaus braucht moderne Strukturen, die bis dato auf sich warten lassen. Um seinem öffentlich-rechtlichen Auftrag unabhängig nachkommen zu können, muss der ORF sich grundlegend erneuern“, ist Brandstötter überzeugt und pocht darauf, dass Weißmann als erste Amtshandlung eine echte Strukturreform und Entpolitisierung anstößt und die Regierung die lange angekündigte Reform des ORF-Gesetzes endlich vorlegt.

Die Zeiten politischer Einflussnahme auf den Sender über parteipolitisch gelenkte Stiftungsräte muss endlich vorbei sein, betont Brandstötter. „Die Frage nach der Zukunft des Öffentlich-rechtlichen ist zu wichtig, als dass wir sie dem Kurz-Establishment überlassen dürfen, dem die Grünen tatenlos zusehen. Wo ist der versprochene neue Stil der Kurz-ÖVP wenn beinhart Machtpolitik betrieben wird? Wo bleibt der Anstand bei solchen Entscheidungen, den die Grünen im Wahlkampf plakatiert haben? Anstatt eine Person zu finden, die man aufgrund der Fachkompetenz und der Pläne wählt, hat sich die türkis-grüne Mehrheit im Stiftungsrat für Parteinähe entschieden. Das ist der falsche Weg. Denn gerade diese ständige Einflussnahme von Parteien hat eine Weiterentwicklung des ORF lange verhindert“, erklärt Brandstötter: „Dabei muss sich der ORF schleunigst auf neue Beine stellen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“

NEOS fordern neben einer grundlegenden Digitalisierung, die schnellstmögliche Umsetzung des zentralen Newsrooms, der das größte Change-Projekt der kommenden Jahre darstellt, sowie eine nachhaltige Positionierung in der Streaming-Landschaft und ein Neudenken der Finanzierung mittels Werbe- und Teilnehmergebühren. „Oberste Priorität muss außerdem eine Gremienreform sein – weg von den Freundeskreisen einzelner politischer Parteien, hin zu einer echten Hauptversammlung“, ist Brandstötter überzeugt. „In einem modernen Medienhaus hat Parteipolitik nichts verloren!“

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