Stephanie Krisper: „Die Corona-Krise und ihre Folgen dürfen nicht der rechtsextremen und neonazistischen Szene eine Bühne eröffnen.“

Wien (OTS) „Es besorgt uns sehr, dass 2020 die Anzahl der erfassten antisemitischen Vorfälle die höchste seit Beginn der Dokumentation vor 19 Jahren gewesen ist und sich die Zahl der physischen Angriffe sogar verdoppelt hat”, sagt NEOS-Sprecherin für Inneres und Menschenrechtsexpertin Stephanie Krisper. Vor allem die steigende Zahl der Fälle von Antisemitismus im Zuge der Proteste gegen die Corona-Maßnahmen sowie im Internet sei besorgniserregend: “Auch und vor allem in einer Zeit, in der die Gesellschaft vor große Herausforderungen gestellt wird, ist es wichtig, dass wir uns für deren Zusammenhalt einsetzen. Stattdessen eröffnet die Corona-Krise der rechtsextremen und neonazistischen Szene eine Bühne. Antisemitismus wird instrumentalisiert, Vergleiche zum Schicksal von Holocaust-Opfern gezogen – dagegen müssen wir alle, die wir Antisemitismus bekämpfen, entschieden das Wort erheben“, so Krisper.

Krisper betont, dass Prävention größeren Stellenwert erhalten muss: „Bekämpfung von Antisemitismus darf nicht erst bei der Aufklärung von Straftaten beginnen, sondern muss viel früher ansetzen – durch Bildung, Bildung, Bildung und ein entschiedenes Auftreten gegen jede Form von Antisemitismus, auf allen Ebenen unseres Gemeinwesens. Bei Verdacht von Straftaten muss effizient ermittelt werden und in Deradikalisierungsmaßnahmen muss mehr Engagement hineinfließen. Es braucht ein umfassende Strategie gegen Rechtsextremismus, inklusive Ausstiegsprogrammen aus der rechtsextremen Szene.“

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