Henrike Brandstötter: „Um den Gender Pay Gap zu bekämpfen, muss man die Ursachen kennen. Frauen müssen gleich viel verdienen.“

Wien (OTS) „Der Equal Pay Day ist ein Tag, den es eigentlich gar nicht geben sollte“, sagt NEOS-Frauensprecherin Henrike Brandstötter anlässlich des Equal Pay Day am 21.Februar. Brandstötter weiß, dass man die Ursachen für den hohen Gender Pay Gap kennen muss, um ihn künftig aus dem Kalender streichen zu können: „Einer der Hauptgründe ist die hohe Teilzeitquote bei Frauen sowie lange Karenzzeiten. Der Gender Pay Gap ist also vor allem ein Motherhood Gap. Wir müssen diese Faktoren, die strukturell zum Gender Pay Gap führen, jetzt verändern. Wir brauchen Kinderbetreuung – für alle und ganztags. Wir brauchen mehr Väterbeteiligung durch individuelle Ansprüche auf Karenz- und Kinderbetreuungsgelder. Und wir brauchen dringend das automatische Pensionssplitting.“

Außerdem brauche es endlich ein tatsächliches Umdenken in Sachen Rollenbilder: „Laut europäischen Studien sagt über die Hälfte der Frauen in Österreich, dass das Familienleben leidet, wenn die Mutter Vollzeit arbeitet. In Schweden und Dänemark sind es jeweils nur unter 20 Prozent.“ Wie tradiert unsere Rollen nämlich wirklich noch seien, zeige die Corona-Krise: „Wie viele Studien zeigen, sind es vor allem die Frauen, die die zusätzliche unbezahlte Arbeit verrichten. Sie sind es vorwiegend, die kochen, putzen und die Kinder betreuen“, sagt Brandstötter. Frauen würden dadurch wieder zunehmend ins Private gedrängt werden. Im Zentrum des Diskurses müssten daher in den nächsten Jahren mehr Kinderbetreuungsplätze sowie ein Rechtsanspruch darauf ab dem ersten Geburtstag stehen.

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