Sechste Staffel startet mit Kurzfilmprojekt „Mukbang“ von Susanna Flock in den Herbst

Wien (OTS) Anfang 2021 eröffneten die Künstlerinnen und Künstler Flavia Mazzanti, Samuel Traber sowie Anna Lerchbaumer und Andreas Zißler mit ihren innovativen Filmprojekten die sechste Staffel des Förderprogramms „Pixel, Bytes + Film – Artist in Residence“ des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS) in Kooperation mit ORF III Kultur und Information. Nach einer Sommerpause folgen von September bis Dezember sechs weitere Kurzfilme, die samstags im Frühprogramm von ORF III ihre Premiere feiern.

Den Auftakt macht Susanna Flock am Samstag, dem 4. September, um 8.45 Uhr mit einer ursprünglich aus Südkorea stammenden inszenierten Internet-Ess-Show mit dem Titel „Mukbang“. In dieser verzehrt die Protagonistin ausschließlich Gerichte, die aus Ei hergestellt wurden. Gleichzeitig rückt Flock die zunehmende Einsamkeit trotz immer größer werdender Digitalisierung und Vernetzung in den Fokus. Denn obwohl die Protagonistin, gespielt von der Tänzerin und Performerin Marta Navaridas, mit Tausenden Menschen digital vernetzt ist, ist sie gefangen in ihrer digitalen Welt, ohne menschlicher Interaktion. Direkt anschließend feiert eine weitere Video-Installation ihre TV-Premiere: Das Wiener Künstler-Duo Gregor Ladenhauf und Leonhard Lass stellt in ORF III sein neues Virtual-Reality-Projekt „The Entropy Gardens“ (9.05 Uhr) einem breiten Publikum vor. Der Garten als ursprünglichste Kunstform der Menschheit steht im Zentrum der Arbeit. Die Künstler hinterfragen Mythen, Ästhetik und Wahrnehmungsweisen der grünen Oasen, versuchen die Frage zu beantworten, wie die Natur in einer post-digitalen Realität aussehen könnte und wie sich aus dem Verschmelzen von digitalen und analogen Elementen ein Garten anlegen lassen kann.

Die weiteren Ausgaben der sechsten Staffel im Überblick

Das Trio Ganael Dumreicher, Martin Eichler und Carla Veltman setzt am Samstag, dem 2. Oktober, mit seinem Kurzfilm „Brut und Parasit“ (9.00 Uhr), der sich mit dem Waldsterben auseinandersetzt, die Staffel fort. Denn als eine Konsequenz von Monokulturen und Klimawandel zerstören Borkenkäfer unsere Wälder. Der Film folgt dabei den Lebenszyklus eines Borkenkäfers von der Made in der Rinde bis zum ausgewachsenen Käfer, der sich durch den Baumbestand frisst. Doch irgendwann reicht dem Käfer der Wald nicht mehr und der Borkenkäfer dringt in unsere Wohnungen ein. Anhand von 3D-Scans von Wäldern in Nordtschechien und Österreich zeichnen die zwei Künstler und die Künstlerin den Weg des Borkenkäfers in unseren Wäldern nach.

Gloria Gammers Projekt mit dem poetischen Titel „Wenn die Welt zu Ende geht, werde ich dich geliebt haben“ präsentiert ORF III am Samstag, dem 13. November, um 8.50 Uhr. Darin entflieht Avatar Andy, nachdem die Erde untergegangen ist, in die digitale Welt. In diesem postapokalyptischen Szenario bleibt nur mehr das digitale Wesen, das versucht, menschliche Erfahrungen zu rekonstruieren. Und dabei schmerzlich feststellen muss, dass ein Avatar nicht dieselben Sinneseindrücke und Gefühlswelten erleben kann wie sein Pendant in Fleisch und Blut.

Ebenfalls im November, am Samstag, dem 20., folgt die Premiere von David Reitenbachs und David Uzochukwus „Civil Dusk“ (9.00 Uhr). Die experimentelle Doku-Fiktion, die mit integrierten 3D-Scans arbeitet, skizziert Uzochukwus Beziehung zu seinem nigerianischen Vater. Die Vater-Figur im Film versucht verzweifelt, in Europa eine neue Heimat zu finden und die alte hinter sich zu lassen. Doch es will nicht gelingen. Der Vater wird immer abwesender, bis er schließlich zu Sand wird und verschwindet.

Im Dezember (Sendetermin wird noch bekanntgegeben) steht mit Ursula Mayers „the soul at work“ die finale Folge der sechsten Staffel auf dem Programm. Darin beschäftigt sich die Künstlerin mit der zunehmenden Digitalisierung durch Robotik und künstliche Intelligenzen. Dargestellt wird das durch die Interaktion zwischen einer Frau, gespielt vom niederländischen Transgender-Model Valentijn de Hingh, und ihrem digitalen Double. Durch den weiblichen Avatar wird zudem ein feministischer Diskurs im digitalen Kontext angestoßen.

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