Wien (OTS) 60% der Wiener*innen fahren selten oder nie mit dem Auto. Das belegen neue Zahlen der Statistik Austria (Mikrozensus 2019). Wenn diese Menschen zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, steht ihnen aber nur ein Drittel der Verkehrsflächen in Wien zur Verfügung. Bislang gibt es Null angekündigte Maßnahmen von Ulli Sima, dieses Ungleichgewicht zu beseitigen. Vertreter*innen der Initiative Platz für Wien treffen die Verkehrsstadträtin heute im Rathaus, um sie mit dieser Ungerechtigkeit zu konfrontieren.

Großteil der Wiener*innen ist umweltschonend mobil

52,3% der Wiener*innen über 15 Jahren lenken höchstens einmal pro Monat ein Auto. Das sind über 820.000 Menschen, die im Alltag umweltschonend mobil sind: zu Fuß, mit dem Rad und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Hinzu kommen noch jene unter 15 Jahren, die kein Auto lenken dürfen. Das sind insgesamt 1,1 Millionen Menschen, deren Bedürfnisse von Ulli Sima bisher ignoriert wurden. 93,2% legen mehrmals die Woche Wege zu Fuß zurück, 21,8% fahren täglich oder mehrmals wöchentlich mit dem Rad.

Die Stadträtin betont immer wieder, wie wichtig ihr das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer*innen sei. “Dieses ‘Miteinander’ ist allerdings eine Illusion, solange die Mehrheit der Wiener*innen von der Nutzung großer Teile des öffentlichen Raums ausgeschlossen wird”, kritisiert “Platz Für Wien”-Sprecher Ulrich Leth.

Sima bleibt Maßnahmen schuldig

Maßnahmen zur Stärkung der aktiven Fortbewegungsmittel bleibt die Verkehrsstadträtin – trotz Budgeterhöhung – bisher komplett schuldig. Im Gegenteil, sie stoppt laufende Umgestaltungen. Bereits akkordierte Projekte wie die Praterstraße und die Reinprechtsdorfer Straße wurden abgebrochen, selbst progressiven Parteifreunden werden Mittel zur Verkehrsberuhigung vorenthalten. Übrig bleibt ein Festhalten am autozentrierten Status Quo und kosmetische Begrünungsmaßnahmen. Die Zahlen der Statistik Austria belegen, dass Sima mit dieser Politik an 60% der Wiener*innen vorbeiregiert.

Leere Wahlversprechen

Im Wahlkampf warb die SPÖ noch mit großen Ankündigungen zum Radwege-Ausbau und im Koalitionsabkommen bekennt sich Rot-Pink zu einer fairen Neuverteilung des öffentlichen Raums. Man wolle Wien zur Klimamusterstadt machen. Bisher handelt es sich dabei nur um leere Worthülsen, zu denen keine konkreten Maßnahmen angekündigt wurden. Begrünung alleine reicht nicht aus, um die CO2-Emissionen im Verkehr zu reduzieren. “Stadträtin Sima muss ihre Schwerpunktsetzung in Sachen Flächen- und Klimagerechtigkeit dringend überdenken”, so Barbara Laa, “Platz Für Wien”-Sprecherin vor dem heutigen Termin im Rathaus.

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