Echte Orientierung nicht durch Aufnahmetest ersetzbar.

Die wirkliche Orientierung findet durch eine gute Beratung im Vorfeld sowie durch das Studieren an sich im ersten Semester statt, nicht innerhalb weniger Stunden bei einem Aufnahmetest”

Jürgen Rieger von der Studienvertretung UBRM

Die Vorgabe, in derart kurzer Zeit ein auch nur einigermaßen qualitätsvolles Verfahren auszuarbeiten, ist absurd. Dass StudienwerberInnen die mangelnde Planung auf verschiedenen Ebenen ausbaden müssen, ist unverantwortlich

Marcus Beringer, Referent für Bildungspolitik der ÖH BOKU

Der Klimawandel ist die große Herausforderung für die kommenden Generationen. Ausgerechnet jetzt das interdisziplinäre Zukunftsstudium in diesem Bereich schlechthin zu beschränken, während in Entwicklungsplan und Leistungsvereinbarung von der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) die Rede ist, sehen wir als Widerspruch und einen Schritt zurück. Interdisziplinarität ist unsere Kernkompetenz, darin sind wir spezialisiert

Hannah Jennewein von der Studienvertretung UBRM

Wien (OTS) Ab Herbst 2019 soll das Studium Umwelt- und Bioressourcenmanagement (UBRM) an der Universität für Bodenkultur (BOKU) mittels Aufnahmeverfahren auf 280 StudienanfängerInnen beschränkt werden. Eine Verbesserung für StudienanfängerInnen bringe dies aber nicht: „Die wirkliche Orientierung findet durch eine gute Beratung im Vorfeld sowie durch das Studieren an sich im ersten Semester statt, nicht innerhalb weniger Stunden bei einem Aufnahmetest”, so Jürgen Rieger von der Studienvertretung UBRM. Anstatt in Zugangsbeschränkungen zu investieren, solle besser die Studienwahlberatung ausgebaut werden. Österreichweit können derzeit bereits mehr als ein Fünftel der Studierenden nicht ihr präferiertes Wunschstudium aufnehmen. Mit neuen Zugangsbeschränkungen wird dieses Problem weiter verschärft werden.

Anlass zu Kritik gibt vor allem der Zeitplan der Zugangsbeschränkungen. Seit der Universitätsfinanzierung Neu im Herbst 2017 war bekannt, dass UBRM zugangsbeschränkt werden soll, dennoch ist danach über ein Jahr lang nichts geschehen. Erst knapp vor Weihnachten wurde das Thema im Senat eingebracht. Bis 30. April muss jedoch feststehen, wie das Aufnahmeverfahren im Detail aussehen soll. „Die Vorgabe, in derart kurzer Zeit ein auch nur einigermaßen qualitätsvolles Verfahren auszuarbeiten, ist absurd. Dass StudienwerberInnen die mangelnde Planung auf verschiedenen Ebenen ausbaden müssen, ist unverantwortlich“, kritisiert Marcus Beringer, Referent für Bildungspolitik der ÖH BOKU. Auch Kommunikation und Information vonseiten der Verantwortlichen seien bisher mangelhaft verlaufen.

Das Studium UBRM existiert seit 2003 und ist eines der beliebtesten an der BOKU. Es beschäftigt sich vor allem mit verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Energiemanagement, Klima- und Umweltschutz. „Der Klimawandel ist die große Herausforderung für die kommenden Generationen. Ausgerechnet jetzt das interdisziplinäre Zukunftsstudium in diesem Bereich schlechthin zu beschränken, während in Entwicklungsplan und Leistungsvereinbarung von der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) die Rede ist, sehen wir als Widerspruch und einen Schritt zurück. Interdisziplinarität ist unsere Kernkompetenz, darin sind wir spezialisiert“, erklärt Hannah Jennewein von der Studienvertretung UBRM.

Rückfragen & Kontakt:

Marcus Beringer
Referent für Bildungspolitik der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Universität für Bodenkultur Wien (ÖH BOKU)
+43 650 5511652

[ad_2]

Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.