Die Bevölkerung kann bei „Reden Sie mit: Welche Corona-Risiken und Schäden können wir gemeinsam als Gesellschaft akzeptieren?“ erneut Beiträge einbringen und als Wissensgeber agieren

Wien (OTS) Nach mehr als einem Jahr mit COVID-19 ist die Pandemie nicht mehr aus dem alltäglichen Leben der Gesellschaft wegzudenken. Die Maßnahmen können die Ausbreitung des Virus zwar eindämmen, das Risiko einer Ansteckung bleibt aber bestehen. Außerdem führen die daraus resultierenden Einschränkungen wiederum zu neuen Herausforderungen und Gefahren in anderen Bereichen des Alltags. Im Naturgefahrenmanagement – und COVID-19 ist im engsten Sinne ein Naturereignis – ist es unmöglich, der Bevölkerung einen 100%igen Schutz zu bieten, es wird immer ein Restrisiko bleiben“, erläutert dazu Prof. Dr. Harald Willschke, Leiter des Ludwig Boltzmann Institute Digital Health and Patient Safety (LBI DHPS) und Katastrophenschutzbeauftragter des AKH Wien. „Um das akzeptable Restrisiko zu definieren, sollte die Gesellschaft als Risikoeigner mitbestimmen, welchen maximalen Schaden sie akzeptieren will.

Auf die Frage, inwieweit die Gesellschaft ein gewisses Restrisiko auf sich nehmen würde und ob hier eine Konsensfindung möglich ist, gibt es noch keine Antwort. Aus diesem Grund hat das LBI DHPS das Projekt „Reden Sie mit! Welche Corona-Risiken und Schäden können wir gemeinsam als Gesellschaft akzeptieren?“ gestartet, um einen breiten Dialog anzustoßen und einen möglichen Mittelweg zwischen Risiko und Akzeptanz zu finden.

Crowdsourcing zu Einschränkungen und bleibendem Restrisiko bei COVID-19

Das neue „Reden Sie mit!“-Projekt startet am 23. März 2021. Die Bevölkerung ist eingeladen, auf der Online-Plattform coronarisiko.lbg.ac.at ihre Meinungen und Erfahrungen zu Corona-Risiken und Schäden zu teilen. Außerdem gibt es auch die Möglichkeit, sich anonym mit einer anderen Person mit konträrer Meinung vernetzen zu lassen. Die Plattform ist bis 30. April 2021 geöffnet.

Wissen aus der Bevölkerung fließt in ExpertInnen-Diskussion

In einem Co-Creation-Prozess werden die Ergebnisse von einem Team aus interdisziplinären ExpertInnen übernommen, gemeinsame Vorschläge werden diskutiert und die große Bandbreite des Themas aufgezeigt. Ziel ist das Finden eines Konsenses zum Alltag mit COVID-19 und den dabei hinzunehmenden Risiken. Weiters werden auch Vorschläge und Handlungsempfehlungen für die Politik ausgearbeitet.

LBG als Vorreiter bei Open Innovation in Science

Unter dem Motto „Reden Sie mit!“ bezieht die Ludwig Boltzmann Gesellschaft bereits zum vierten Mal die breite Bevölkerung in den Forschungs- und Erkenntnisgewinnungsprozess mit ein. Besonders im Crowdsourcing sieht die LBG vor dem Hintergrund der Open-Innovation-in-Science-Strategie eine ausgezeichnete Möglichkeit, um die BürgerInnenbeteiligung in der Wissenschaft zu fördern und auszubauen.

Über das Ludwig Boltzmann Institute Digital Health and Patient Safety

Das Ludwig Boltzmann Institute Digital Health and Patient Safety (LBI DHPS) ist ein interdisziplinäres Forschungsinstitut, das an der Medizinischen Universität Wien angedockt ist. Ziel ist es, dass durch die Digitalisierung der Medizin medizinische Fehler vermieden, PatientInnen sowie Health Care Professionals gestärkt und neue digitale Prozesse initiiert werden. Das Institut vereint unterschiedliche Disziplinen, von Medizin über Rechts- und Sozialwissenschaften bis zu Psychologie und spannt somit einen großen Bogen, unter dem verschiedene Projekte Platz finden, die dann ganzheitlich bearbeitet werden. Ein Fokus liegt beispielsweise auf Big Data und damit auf der Mustererkennung, der Prophylaxe und der Umsetzung personalisierter Medizin. Auch rechtliche Rahmenbedingungen für die Anwendung von Telemedizin sind aktueller denn je. Durch neue Technologien und Open-Innovation-in-Science-Ansätze gelingt es, rezente Fragestellungen unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Gemeinsam mit ExpertInnen, Stakeholdern und PolitikerInnen im Gesundheitsbereich sowie in der Pflege Tätigen sollen Best-practice-Lösungen entwickelt und evaluiert werden. So ist das LBI DIHPS eine Anlaufstelle und Drehscheibe für Fragen zur digitalen Gesundheit und Patientensicherheit.

Über die Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine Forschungseinrichtung mit thematischen Schwerpunkten in der Medizin und den Life Sciences sowie den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Die LBG betreibt zusammen mit akademischen und anwendenden Partnern aktuell 20 Ludwig Boltzmann Institute und entwickelt und erprobt neue Formen der Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und nicht-wissenschaftlichen AkteurInnen wie Unternehmen, dem öffentlichen Sektor und der Zivilgesellschaft. Gesellschaftlich relevante Herausforderungen, zu deren Bewältigung Forschung einen Beitrag leisten kann, sollen frühzeitig erkannt und aufgegriffen werden, um gezielt neue Forschungsthemen in Österreich anzustoßen. Teil der LBG sind das LBG Open Innovation in Science Center, das das Potenzial von Open Innovation für die Wissenschaft erschließt, und das LBG Career Center, das 250 PhD-StudentInnen und Postdocs in der LBG betreut. www.lbg.ac.at

Rückfragen & Kontakt:

Inhaltlicher Kontakt
Elisabeth Klager, MSc
Administrative Director / Open Innovation in Science Manager
Ludwig Boltzmann Institute Digital Health and Patient Safety
Medical University of Vienna, Bauteil 86
Spitalgasse 23
1090 Vienna
+43 664 450 76 93
elisabeth.klager@dhps.lbg.ac.at
www.lbg.ac.at

Pressekontakt
Laura Heller, MA
Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Öffentlichkeitsarbeit
Nußdorfer Straße 64
1090 Wien
+43 (0) 1 513 27 50 35
laura.heller@lbg.ac.at
www.lbg.ac.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.