Ausgabe vom 29. November 2016

Linz (OTS) Im Vergleich zu dem, was Ex-Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) unter „in Stein gemeißelt“ verstand, ist etwas anderes wirklich in Stein gemeißelt: Wenn — wie gerade jetzt durch die Wiener Turbulenzen und den Schlingerkurs bei der Mindestsicherung — die SPÖ gröbere innerparteiliche Wickel hat, dann kann die Bundes-ÖVP nicht unbeteiligt zuschauen. Die Beweisführung dafür, dass die politischen Steigerungsstufen tatsächlich „Freund — Feind — Parteifreund“ lauten, alleine der SPÖ zu überlassen, ist offenbar für einen eingefleischten Schwarzen eine unerträgliche Vorstellung. „Ich hoffe im Sinne der Sache, dass man die Dinge ausspricht und einen Schlussstrich zieht“, deponierte LH Josef Pühringer seine Sicht der Dinge im VOLKSBLATT-Gespräch, während in Wien gerade die Irritationen ausgeräumt wurden. Schließlich sei ein öffentlich ausgetragener Streit „nie ein Nutzen“, so Pühringer, um eines auch zu betonen: „Der Parteiobmann hat das Recht, von allen Mitstreitern einzufordern, dass sie gemeinsam an einem Strang ziehen.“ Tatsächlich kann sich die Bundes-ÖVP den Luxus, nicht an einem Strang zu ziehen, gar nicht erlauben. Man wird es nämlich bei der nächsten Nationalratswahl nur aus eigener Kraft und mit enormer gemeinsamer Kraftanstrengung verhindern können, von Rot und Blau nicht ins oppositionelle Ausgedinge gekickt zu werden.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.