Ausgabe vom 1. Juni 2018

Linz (OTS) Schmierenkomödie, Tragikomödie, Tragödie — als was immer man die Vorgänge in der Liste Pilz auch bezeichnen will, eines sind sie jedenfalls: Erbärmlich.
Offenbar sind sich alle handelnden Personen in ihrer Egomanie und Egozentrik überhaupt nicht im Klaren darüber, dass ihre gruppendynamischen Verwerfungen und Verrenkungen nicht nur eine interne Angelegenheit sind, sondern auch eine fatale Aussenwirkung haben. Eine Parlamentspartei, die seit dem Einzug in das Hohe Haus sachpolitisch ihre Füße nicht auf den Boden bekommen hat, weil sie anderweitig — etwa mit einem obskuren Kuhhandel um ein Nationalratsmandat für den Listengründer — beschäftigt ist, müsste sich eigentlich hinsichtlich ihrer Existenzberechtigung selbst in Frage stellen. Der Wähler freilich (und in diesem Fall leider) hat erst bei der nächsten Nationalratswahl die Möglichkeit, der Pilz-Truppe die uneingeschränkt verdiente rote Karte zu zeigen. Bis dahin kann der Souverän nur kopfschüttelnd daneben stehen und sich die Frage stellen, ob Politik so sein muss.
Die Antwort sollten die anderen Parlamentsparteien geben und durch ihre Arbeit dokumentieren, dass Politik so erbärmlich, wie sie die Liste Pilz repräsentiert, natürlich nicht ist. Freilich sind auch die Medien gefordert: Mit der Peter-Pilz-Gebetsliga in Sachen Aufdeckung vermeintlicher Skandale sollte es vorbei sein, wenn der Alt-Grüne wieder in den Nationalrat einzieht.

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