Ausgabe vom 9. Dezember 2016

Linz (OTS) Es war einmal vor fünf Jahren, als die riskanten Finanzspekulationen der Verantwortlichen in der oö. Landeshauptstadt schief gelaufen sind und publik wurden. Seither zieht sich zwischen Stadt Linz und Geldinstitut Bawag ein hochbrisantes Gerichtsverfahren um die Schuldfrage wie ein Strudelteig in die Länge.
Und während es in diesem Prozess nun darum geht, wie viele 100 Millionen Euro nun tatsächlich verzockt wurden und wer letztlich dafür die Verantwortung zu tragen hat, werden auf dem Gerichtsweg weitere zigtausende Euros der Steuerzahler verpulvert. Jene wiederum verfolgen dieses Treiben mit steigendem Unmut gegenüber Politikern und Bankern. Die Vernunft hat schon längst das Weite gesucht. Dieses Tauziehen könnte sich morgen einem Ende zuneigen, weil inzwischen auch der Richter dieser Schmierenkomödie überdrüssig geworden ist. Und eben dieser Andreas Pablik hat es in der Hand, dass wieder Bewegung in die Causa kommt. Er hat beiden Beteiligten die Rute ins Fenster gestellt und sich selbst ein Hintertürchen geöffnet, indem er eine juristische Formulierung für seine Entscheidung in den Mittelpunkt rückt, die da lautet: Hat dieses Swap-Geschäft der Stadt Linz überhaupt eine Optimierung für den damaligen Frankenkredit gebracht?
Sollte dem Richter der Kragen platzen und er ein Machtwort oder gar Urteil sprechen, dann könnte in dieser ernsten Komödie bald der Vorhang fallen.

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