Ausgabe vom 11. August 2017

Linz (OTS) Es ist gut, wenn Entscheidungen auf Fakten beruhen und genau diese Fakten fehlten bei der Integration bisher – und zum Teil noch immer. Zuerst hat man jahrelang das Problem mit dem Motto „Die Zeit wird es schon richten“ ignoriert. Weil die Zeit dies nur zum Teil tat und die Spannungen immer größer wurden, kam es europaweit zur Radikalisierung: Einerseits von muslimischen Zuwanderern und andererseits von Hassbürgern.
Mittlerweile ist das Problem in der Politik angekommen und in Österreich wurden zum Glück die ersten Schritte bereits angegangen — nämlich die Versachlichung des Themas durch wissenschaftliche Fakten. Die gestern vorgelegte Studie von Peter Filzmaier zeigt deutlich auf, dass vor allem bei Menschen mit türkischem Migrationshintergrund die Integration nur teilweise gelungen ist. Obwohl sie schon jahrzehntelang in Österreich sind, haben manche dieser Mitbürger noch immer ein Problem damit, Frauen die Hand zu geben oder wollen die Familienehre mit Gewalt verteidigen. Diese Studie hat nicht den Anspruch, repräsentative Erkenntnisse geliefert zu haben. Denn man steht ja auch in der Forschung über dieses Problem quasi erst im Kindergarten.
Aber klar ist, dass Österreich bei der Integration der Flüchtlingswelle aus 2015 nicht noch einmal in die „Augen-zu-und-durch“
-Falle tappen darf. Und es wäre auch gut, die „Altlasten“ zu sanieren.

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