Ausgabe vom 17. November 2016

Linz (OTS) Es gelte, zwischen „geschürten“ und „berechtigten“ Ängsten zu unterscheiden, sagt Bundespräsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen. Da ist ihm nicht zu widersprechen, abgesehen davon, dass er das sehr mit Blickwinkel FPÖ gemeint hat. Doch die Sache ist weiter gefasst zu betrachten. Bei steigender Arbeitslosigkeit ist die Angst um den Job ebenso berechtigt wie die Angst um den Verlust der eigenen Identität bei unkontrollierter Zuwanderung. Ängsten begegnet man mit verständlichen Antworten. Schwierig wird das freilich dort, wo bewusst mit Ängsten gespielt wird — wie etwa derzeit im Gesundheitsbereich. Wenn in Wien oder NÖ Ärztevertreter den Sparkurs-Teufel an die Wand malen, dann müssen sie besonders auf die Nebenwirkungen achten. Herr und Frau Durchschnittsösterreicher versteht — völlig zu Recht — wenig von der Komplexität des Gesundheitssystems, aber natürlich sehr viel davon, ob er oder sie entsprechend versorgt ist. Letzteres ist in Österreich gewährleistet, und zwar selbst dann, wenn etwa das Ausgabenwachstum bei den Gesundheitsausgaben gedämpft wird. Nichts anderes ist mit der Spitalsreform in Oberösterreich passiert, und dennoch ist kein Fall eines unbehandelten Patienten bekannt.
Wer Ängste schürt, spekuliert mit der sachlichen Unbedarftheit seines Gegenüber. Doch in gesellschaftspolitischen Fragen die Menschen aufs Glatteis zu führen, ist unehrenhaft.

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