Ausgabe vom 16. August 2017

Linz (OTS) Irgendwie könnte einem die SPÖ ja leidtun, denn die Kern-Partie scheint derzeit eine echte Pechserie zu haben. Nach dem Kampagnen-Leiter kommt nun auch der Mastermind für den Wahlkampf abhanden: Silberstein muss sich nämlich in Israel derzeit wegen zwielichtiger „Beratungsfällen“ aus der Vergangenheit verhören lassen.
Aber echtes Mitleid braucht man für die Kanzler-Partei nicht zu empfinden. Denn einerseits sind sie an ihrer Misere selber schuld. Die parteiinternen Querelen und Flügelkämpfe in der Sozialdemokratie schwelen seit Jahren und brechen bei Wahlen halt auf, weil man sie nicht gelöst hat. Auch vor den Beratungskünsten Silbersteins wurde die SPÖ eindringlich gewarnt. Sie ließ sich trotzdem auf die Silbersteinschen Kampagnen-Künste ein.
Und andererseits zeigt die SPÖ auch keinen Funken von „Einsicht“. Dass ein Personenkomitee für den Parteichef unabhängig sein soll, ist schon schwer zu glauben. Aber warum weiß dann der rote Parteimanager so genau, dass der Verein noch gar nicht aktiv sei und man bisher keine Spende erhalten habe. Das schreit förmlich nach Aufklärung. Silberstein gilt als Meister des „Negative Campaigning“ und er soll den SPÖ-Slogan „Hol’ Dir, was Dir zusteht“ erfunden haben. Das Resümee: Die SPÖ ist nicht mit Schmutzkübel beworfen worden, sondern halt dummerweise hineingestiegen. Was ihr dann zusteht, wird der Wähler am 15. Oktober entscheiden.

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