Ausgabe vom 29. Juni 2017

Linz (OTS) Langweilig und vorhersehbar ist Politik derzeit nicht, sondern eher ein bisschen chaotisch: Denn täglich gibt es eine neue Überraschung. Vorgestern verkündete der bald 85-jährige Frank Stronach das offizielle Ende seines Teams mit der Wahl. Damit endet die bisher skurrilste Geschichte im heimischen Parlamentarismus. Denn das Legionärshäufchen rund um den Austrokanadier ist in den vier Jahren nur durch interne Reibereien und Klatschgeschichten aufgefallen – das Einzige, was wohl bleiben wird, ist der Begriff „Frankschämen“, das Wort des Jahres 2013. Was sich derzeit im grünen Lager abspielt, könnte auf der Rangliste der skurrilsten Politikgeschichten ebenfalls ganz nach oben rutschen: Nach dem Rauswurf der Jugendorganisation und dem Rücktritt der Parteichefin wurde zwar eine weibliche Doppelspitze installiert. Das männliche Zugpferd Pilz wurde aber abmontiert und könnte nun mit einer eigenen Liste kandidieren … oder vielleicht wieder mit den Jungen Grünen vereint bei der „KPÖ plus“ anheuern.
Neben diesen personellen gibt es auch inhaltliche Kuriositäten: Seit gestern hat das freie Spiel der Kräfte (© SPÖ-Chef Kern) das Parlament erfasst. Mit noch nicht vorhersehbaren Folgen – hoffentlich werden wir in ein paar Jahren diese kurzen Momente der Spannung nicht teuer bezahlen müssen. Finanzminister Schelling warnt auf jeden Fall schon prophylaktisch vor dem finanziellen Chaos.

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