Ausgabe vom 7. Dezember 2016

Linz (OTS) Dramatisch klingen die gestern veröffentlichten Zahlen der aktuellen PISA-Studie ja durchaus: Österreichs Schüler verlieren gegenüber ihren eigenen Ergebnissen vor drei Jahren beträchtlich und fallen vor allem durch eine besondere Leseschwäche auf. Allerdings muss man solche weltweiten Bildungstests doch mit entsprechender Vorsicht sehen – und es fällt zudem auf, dass der OECD-Durchschnitt ebenfalls und generell sinkt.
Natürlich schreien jetzt wieder alle uniform PISA-Alarm und sind mit lauter Kritik sofort zur Stelle: Die Schüler seien dumm, die Lehrer schlecht und überhaupt sei das System kaputt …
Zur Verteidigung unserer Schüler und deren Ausbildungspersonal muss gesagt werden, dass für Top-Leistungen auch die Voraussetzungen stimmen müssen. Dazu gehören ein harmonisches Umfeld sowie motivierte Lehrer oder Professoren. Wichtig wäre vor allem eine durchdachte Bildungsreform.
Am Beispiel der funktionierenden dualen Ausbildung beweist Österreichs handwerklich begabte Jugend alle Jahre wieder, wie Erfolg funktioniert: Die Medaillenflut bei internationalen Berufsmeisterschaften wie zuletzt den EuroSkills zeigt, wie es geht. Statt aufkeimender Verunsicherung nachzugeben, sollten sich jetzt alle Beteiligten – Kritiker wie Reformer – ans Werk machen, um die Bildungsstandards auf ein Niveau zu heben, damit wir 2018 beim nächsten PISA-Test nicht wieder Alarm schreien!

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