Ausgabe vom 12. Juli 2018

Linz (OTS) Man muss nicht der Feind seines eigenen Geldes sein um darauf zu wetten, dass bei einer Straßenumfrage wohl kaum einer der Passanten wissen wird, dass heute, Donnerstag, eine Plenarsitzung des Bundesrates stattfindet. Selbst dass in dieser Sitzung die Arbeitszeitflexibilisierung endgültig auf Schiene gebracht werden soll, hat die Länderkammer nicht wesentlich stärker in den Blickpunkt gerückt.
Oberösterreichs Landtagspräsident Viktor Sigl wird nicht müde darin, der politischen Bildung an den Schulen das Wort zu reden. Denn nur wer über die strukturelle Verfasstheit unserer Demokratie Bescheid weiß, wer die politischen Abläufe kennt und versteht, wird sich auch insgesamt für Politik interessieren. Möglichst gute Kenntnis der demokratischen Usancen und möglichst großes neugieriges Interesse an den Vorgängen in Gemeinderäten, dem Landtag, dem National- und Bundesrat ist schon deswegen von Nutzen, weil die gewählten Mandatare wissen, dass ihnen die Bürger sehr wohl auf die Finger schauen. Der Stammtisch-Stoßseufzer, dass es sich „die da oben ohnehin richten, wie sie es brauchen“, hätte ausgedient, wenn sich das Bewusstsein für Politik nicht bloß auf den Wahltag beschränken würde. Gerade das 100-Jahr-Jubiläum der Republik sollte Anlass sein, politischer Bildung auf breiter Ebene neuen Schwung zu verleihen. Denn, so sagt auch Sigl: Als selbstverständlich darf man Demokratie nie ansehen.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.