Ausgabe vom 30. Jänner 2018

Linz (OTS) Die Landtagswahl in Niederösterreich hat — dank „absoluter“ Sensation von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner — ein zweites politisches Großereignis vom Wochenende etwas in den Hintergrund gedrängt. Sozusagen im Windschatten von Niederösterreich hat sich die Wiener SPÖ neu aufgestellt, Michael Ludwig hat — wie berichtet — das parteiinterne Match gegen Andreas Schieder letztlich klar für sich entschieden. Wie sehr diese Länder-Entscheidung Einfluss auf die Bundes-SPÖ hat, lässt sich aus den Stellungnahmen herauslesen, die gestern die Burgenländer Hans Niessl und sein designierter LH-Nachfolger Hans-Peter Doskozil abgegeben haben. Sie lobten den „sehr pragmatischen Zugang“ Ludwigs zur Politik, dessen Wahl bedeute „nicht nur einen wichtigen Schritt für die Wiener Sozialdemokratie, sondern auch für die Entwicklung der Sozialdemokratie auf Bundesebene“. Wenn die Burgenländer Ludwigs Pragmatik loben, dann sind ihnen wohl die Dogmatiker in den eigenen Reihen ein Dorn im Auge — etwa jene Linken, die eine Zusammenarbeit mit der FPÖ pfui finden. Wenn sich nun offenbar die SPÖ auch auf Bundesebene in Richtung dieser Pragmatik entwickeln soll, wird das wohl nicht ohne innerparteiliche Krämpfe über die Bühne gehen können. Kein Geringerer als Ex-Innenminister Karl Schlögl (seit je ein SPÖ-Pragmatiker) konstatiert schon: „Wir brauchen eine glaubhafte Persönlichkeit, die die Partei wieder eint“.

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