Ausgabe vom 6. Dezember 2016

Linz (OTS) Augen zu und durch: So reagiert die Bundes-FPÖ auf das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl — zumindest nach außen hin. Um gar nicht erst allzugroße innerparteiliche Debatten aufkommen zu lassen, blasen Strache & Co schon wieder zum Angriff: „Nach der Wahl ist vor der Wahl“, so der Titel einer für heute anberaumten Pressekonferenz, die der FPÖ-Chef gemeinsam mit dem unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer bestreitet. Das soll wohl auch das symbolisieren, was Hofer am Wahlabend betont hatte — dass Strache nämlich mit ihm „einen sehr prominenten Wahlhelfer gewonnen“ habe. Die Frage, ob nicht Strache beim nächsten Urnengang Hofers Wahlhelfer sein wird, will die FPÖ zwar nicht aufkommen lassen, daran vorbeischwindeln wird sie sich aber auch nicht können. Denn das hat die Präsidentenwahl gezeigt: Hofer strahlt in breitere Wählerschichten als der derzeitige FPÖ-Obmann.
Diesbezügliche innerparteiliche Zores will man in bewährter Wagenburg-Mentalität verdrängen: Da wird zum einen ÖVP-Chef Reinhold Mitterlehner für Hofers Niederlage verantwortlich gemacht, zum anderen das Wahlergebnis als Resultat einer Establishment-Verschwörung gegen die Blauen interpretiert. Dabei ist alles viel simpler, wie auch Hofer das am Wahlabend betont hat, als er sagte: „Der Wähler hat immer recht“. Genau: Eine Mehrheit der Österreicher wollte einfach keinen blauen Präsidenten.

Rückfragen & Kontakt:

Neues Volksblatt, Chefredaktion
0732/7606 DW 782
politik@volksblatt.at
http://www.volksblatt.at



Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.