Ausgabe vom 23. November 2016

Linz (OTS) Die Regierung hat sich nun doch auf die Verteilung der Bankenmillionen geeinigt und damit sich und auch dem Wähler bewiesen, dass man noch immer gewillt ist zu arbeiten. Neuwahlgequatsche hin oder her.
Natürlich ist es ein Kompromiss, der auf beiden Seiten noch Wünsche offen lässt. Aber der Ausbau der Ganztagesbetreuung für Schüler ist durch die Einigung garantiert. Damit wird unser Schulsystem immer mehr mit der Arbeitswelt der Eltern kompatibel. Eine pädagogische Notwendigkeit ist es allerdings nicht. Und die ideologische Frage, ob verschränkte oder getrennte Form der Ganztagesschule verwirklicht wird, wird zum Glück dort bleiben, wo die Betroffenen leben – nämlich an den Schulstandorten. Wobei die Eltern und Lehrer meist gar nicht vor ideologischen, sondern vor praktischen Problemen stehen. Denn die verschränkte Form mit der ganztägigen Anwesenheitspflicht macht die Klavierstunde oder das Fußballtraining halt schwieriger. Das flexibelste — und auch von den meisten Eltern favorisierte System — wäre der Hort und es ist schade, dass dieser vorerst nicht berücksichtigt wurde. Es ist auch ein Unterschied, ob ich eh schon eine 32-Stunden-Woche wie in den Mittelschulen habe oder nur 21 Stunden wie in den Volksschuljahren pro Woche in der Klasse zu sein habe. Auch hier sollte man sich an der Wahlfreiheit orientieren und nicht per Verordnung Schulfrust produzieren.

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