Ausgabe vom 3. August 2017

Linz (OTS) Das mit der Pizzalieferung war für SPÖ-Chef Christian Kern offenbar der Testlauf, ob er als Bote taugt. Mit seinem Wahlprogramm weitet er seine Liefertätigkeit aus: So wie die Post allen etwas bringt, will das auch der Kanzler tun. Wobei: Er setzt nicht nur auf Anliefern, sondern — wie im Paketdienst ebenfalls üblich — auch auf Abholung. Motto: „Ich hol mir, was mir zusteht“. Kerns Definitionen dessen, was den verschiedenen Bevölkerungs- und Berufsgruppen zusteht, lassen kaum Wünsche offen, werfen aber Fragen auf. Steht etwa einem AHS- oder HTL-Schüler eine Gratis-Führerscheinausbildung während der Schulzeit nicht zu, einem Berufsschüler aber schon? Wobei die essenziellere Frage ohnehin die nach der Finanzierung ist — beim Gratis-Führerschein ebenso wie etwa beim versprochenen Recht auf Ganztagskinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr, bei den höheren Mindestpensionen, höherer Lehrlingsentschädigung und vielen anderen segensreichen Verheißungen. Ja: Kern hat ein „Programm für Wohlstand, Sicherheit & gute Laune“ vorgelegt, aber wo der Bankomat für die Finanzierung der garantiert guten Laune steht, verschweigt er. Womit das Motto „Ich hol mir, was mir zusteht“ von den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern natürlich auch als Drohung aufgefasst werden könnte. Im Fall eines Kreuzerls für die SPÖ sollte man daher eines nicht vergessen: Wahltag ist Zahltag.

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