Fritz Pöltl (FCG-ÖAAB): „Die Milliarden aus dem Wiederaufbauplan der EU dürfen nicht nur in Großbetriebe investiert werden!“

Wien (OTS) Um die Folgen der Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen, lässt die EU einen wahren Geldsegen auf Europa niedergehen: 750 Milliarden Euro werden mit ihrem europäischen Wiederaufbauplans zur Verfügung gestellt. Österreich wird davon rund 4 Milliarden Euro bekommen. „Über die Verwendung der Gelder hat die Regierung zwar konkrete Pläne angekündigt, bei den Entscheidungen waren aber die Sozialpartner leider nicht eingebunden“, beklagt Fritz Pöltl, Vorsitzender der FCG-ÖAAB-Fraktion der AK-Wien. Laut Zeitungsberichten würden eine ganze Reihe von Investitionsprojekten feststehen, eine Untersuchung über die genauen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt fehle allerdings.

Bekannte Projekte

Die meisten Gelder sollen in den Breitbandausbau, in die Investitionsprämie und den Großprojekte wie den Koralmtunnel fließen. Diese Projekte stehen auch schon im Regierungsprogramm. „Die Gelder aus dem EU-Aufbaufonds sollen allerdings helfen, die Auswirkungen der Pandemie abzufedern und den Arbeitsmarkt wieder anzukurbeln“, meint Fritz Pöltl. Aber zu wenig Geld würde für öffentlich finanzierten Arbeitsplätze für junge Menschen und ältere Langzeitarbeitslose investiert. Es fehlen auch die Pläne, um alleinerziehenden Frauen existenzsichernde Arbeitsplätze zu ermöglichen.

Wiederaufbau

Es darf jedenfalls nicht auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vergessen werden, und auch nicht auf Menschen in systemrelevanten Berufen, wie in der Pflege, wo in den nächsten Jahren zehntausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter österreichweit gebraucht werden. „Diese Menschen werden letztlich auch für einen Wiederaufbau verantwortlich sein“, erklärt Fritz Pöltl.

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