Ergebnisse fordern auf, über Inhalte und nicht über Strukturen zu diskutieren

St. Pölten (OTS) Die gestern präsentierte PISA-Studie ist ein Weckruf für die Politik. Die Ergebnisse zeigen uns, dass Österreich trotz hoher Bildungsausgaben nur im Mittelfeld liegt. Die Entwicklung in den letzten Jahren zeigt, dass der Gedanke Leistung nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch in der Schule immer mehr ins Hintertreffen gelangt. „In Anbetracht der großen Herausforderungen im Bildungsbereich der letzten Jahre und der kaum spürbaren Ressourcenveränderungen, gebührt unseren Lehrerinnen und Lehrern großer Respekt. Sie leisten in dieser herausfordernden Zeit Großartiges. Die geplante Reform setzt für mich jedoch nicht die aktuell notwendigen Schritte. Vorrangig sehe ich die Notwendigkeit im Bereich der Förderung und Forderung unserer Schülerinnen und Schüler, wie durch zusätzliche pädagogische Ressourcen und Angebote, und nicht in der einseitigen Investition im Bereich der Schule als Betreuungsinstitution“, so Bildungs-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz angesichts der jüngst präsentierten Ergebnisse der PISA-Studie.

Gerade die halbausgegorenen Reformversuche der letzten Jahre, wie die ständige Diskussion über die Abschaffung von Noten, haben zu einem falschen Leistungsverständnis in der Schule geführt. „Im Erwerbsleben geht es darum, dass man etwas kann und nicht darum, dass man sich in der Schule bemüht hat“, so NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Bundesrätin Sandra Kern. Nebenbei bemerkt: Die SPÖ stellt nun seit zehn Jahren die Unterrichtsministerin und seit zehn Jahren geht es bei PISA bergab.

Schwarz ergänzt: „Dass Reformen notwendig sind, steht nicht zur Diskussion. Reine Systemdiskussionen werden uns jedoch keinen Schritt weiter bringen. Wir brauchen Bildungseinrichtungen, die flexibel und beweglich agieren und die einzelnen Interessen und Begabungen jedes Kindes erkennen und fördern. Gerade das vergangene Schuljahr und die fehlende Unterstützung unserer Schulen zur Beschulung der Flüchtlingskinder hat uns gezeigt, wie anfällig und starr sich unser Schulsystem leider darstellt“, so Barbara Schwarz.

Das PISA-Ranking ist so – wie Bildungsforscher Stefan Hopmann schon vor Jahren betonte – als würde man die Qualität des Musiklebens des Landes am Abschneiden beim Song Contest messen. „Also konzentrieren wir uns darauf, Förderung und Forderung unserer Kinder und Jugendlichen – also auch die Leistung im Schulsystem – in den Mittelpunkt zu rücken und dadurch unseren Kindern und Jugendlichen die besten Chancen fürs Leben mitzugeben“, betont NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Sandra Kern.

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