Statt Gruppenpraxen, Praktikumsstellen und Primärversorgungszentren zu schaffen, zerschlägt Schwarz-Blau Krankenkassen und privatisiert Gesundheitssystem

Wien (OTS/SK) Dass FPÖ-Gesundheitsministerin Hartinger-Klein gegen den drohenden Ärztemangel nichts unternimmt, kritisierte die SPÖ-Abgeordnete Verena Nussbaum am Dienstag bei der Sondersitzung des Nationalrats scharf. „Machen Sie etwas gegen den Ärztemangel! Fördern Sie Gruppenpraxen, schaffen Sie mehr Praktikumsstellen für MedizinstudentInnen und bauen Sie die Primärversorgungszentren aus“, damit jede und jeder in Österreich die bestmögliche Gesundheitsversorgung in der Nähe des Wohnortes vorfindet, forderte Nussbaum die FPÖ-Gesundheitsministerin auf. ****

Statt den Ärztemangel weiter aktiv zu bekämpfen, „werden von der schwarz-blauen Regierung Wahlärzte und Privatärzte unterstützt und die Privatisierung des Gesundheitssystems vorangetrieben“, sagte Nussbaum. Dass es bereits Interessenten aus der Wirtschaft gebe, die Gesundheitszentren der Wiener Gebietskrankenkasse kaufen wollen, bedeutet laut Nussbaum, „dass in Zukunft nur mehr die Behandlungen angeboten werden, die wirtschaftlich rentabel sind.“ Durch die Zerschlagung der Sozialversicherung werde den sieben Millionen Versicherten der Gebietskrankenkassen über eine Milliarde Euro gestohlen, während „der Verwaltungsapparat von der Regierung um 7,2 Millionen Euro aufgeblasen wird, damit die Funktionäre der FPÖ gut versorgt werden können.“ Mit diesem Geld, so Nussbaum, „könnten 35 Hausarztstellen finanziert werden.“

Diese sind, vor allem am Land, dringend nötig. Denn obwohl es in Österreich mehr ÄrztInnen gebe als jemals zuvor, sind 87 Hausarztstellen nicht besetzt. Das liege daran, dass dieser Beruf bei jungen Medizinerinnen und Medizinern nicht attraktiv sei, da viele im Team und nicht alleine arbeiten wollen. „Deshalb hat die SPÖ bereits 2012 die Zeichen der Zeit erkannt und Gruppenpraxen eingeführt“, sagte Nussbaum. Außerdem kennen viele die Praxis am Land nicht, da der Großteil der Ausbildung in städtischen Spitälern absolviert werde. Deswegen wurde seit 2015 die Möglichkeit für junge MedizinerInnen forciert, in Lehrpraxen zu arbeiten.

Um der Bevölkerung zu ermöglichen, auch an Tagesrandzeiten ihre Ärztinnen und Ärzte aufzusuchen, wurden von der SPÖ die Primärversorgungszentren ins Leben gerufen: „Dort gehen Menschen, die krank sind und medizinische Versorgung brauchen, mit der E-Card rein und ohne Rechnung raus“, so Nussbaum. Für diese Form der Versorgung stehe die SPÖ, denn wer krank ist, soll „unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Alter oder finanzieller Situation“ die beste Behandlung bekommen. (Schluss) ls

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