Pandemie hat erhebliche psychiatrische Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche – Kinderreha-Standorte gewährleisten qualitative Betreuung

Wien (OTS) Die Corona-Pandemie hat zu einem erheblichen Anstieg der psychiatrischen Krankheiten bei Kindern und Jugendlichen geführt. Die Nachfrage nach stationären Aufenthalten zur entsprechenden Behandlung ist daher hoch. Markus Wieser, Obmann und Gründer des Fördervereins Kinderreha, fordert daher vom Bund und Gesundheitsministerium, umgehend diese stationären und therapeutischen Aufenthalte in den österreichweiten Kinderreha-Zentren zu ermöglichen. „Die Therapien sind punktgenau auf Kinder- und Jugendliche abgestimmt, um ihnen bestmögliche Rehabilitation zu ermöglichen. Eine eigene Covid19-Reha für junge Menschen muss daher rasch an den modernen und qualitativ hochwertigen Standorten ermöglicht werden“, so Wieser.

Die Kinderreha-Zentren bieten neben einer psychosozialen Reha auch umfassende Angebote an Sozial- und Freizeit-Pädagogik sowie Physio- und Ergo-Therapie an. Eltern könnten ihre Kinder dabei auch begleiten, da für Begleitpersonen eigene Bettenkapazitäten vorgesehen sind. „Derzeit gibt es ausreichend freie Kapazitäten in den Rehazentren, daher könnte das Angebot rasch starten“, so Wieser. „Je eher diese Langzeitfolgen behandelt werden, desto eher wird den Kindern eine bestmögliche Rückkehr in den Alltag ermöglicht. Denn die Betroffenen haben keine Zeit zu warten und benötigen diese Rehabilitation und Unterstützung rasch“, so Wieser.

Auch Paul Plener, Leiter der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Uniklinik Wien, unterstützt diese Forderung und betont die Wichtigkeit eines neuen stationären Angebots für Kinder und Jugendliche (12 bis 18 Jahre) aufgrund der psychiatrischen Auswirkungen von Covid-19. Es soll auf jene Kinder und Jugendliche abgestimmt sein, die im Zuge der mehrwöchigen Lockdowns ein depressives Zustandsbild entwickelt haben, über Antriebslosigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten klagen und den Alltag nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Durch ein strukturiertes Programm soll eine Reintegration in das tägliche Leben sowie Schule oder Ausbildung ermöglicht werden. „Die Zentren für Kinder und Jugendrehabilitation sind therapeutisch geeignete Standorte, um diese stationären Reha-Aufenthalte durchzuführen“, so Plener. Er betont, dass ein Aufbau in Richtung Long Covid wichtig ist. Ein Zusammenspiel von körperlicher und seelischer Gesundheit ist dabei von großer Relevanz.

Rückfragen & Kontakt:

Markus Wieser
Obmann und Gründer Förderverein Kinderreha
Tel: 0664/6145949
Mail: office@foerderverein-kinderreha.at



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