LH Mikl-Leitner/BK Kurz/LR Danninger/Kraus-Winkler/Pulker über den Re-Start in der Tourismusbranche

St. Pölten (OTS/NLK) Seit Beginn der Corona-Krise im März 2020 waren die Gastronomiebetriebe rund 37 Wochen und die Beherbergungsbetriebe 39 Wochen im Lockdown. Am Mittwoch werden Öffnungsschritte in der Tourismusbranche durchgeführt. Bundeskanzler Sebastian Kurz, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Tourismuslandesrat Jochen Danninger, Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Fachgruppe Hotellerie Wirtschaftskammer NÖ und Mario Pulker, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft Wirtschaftskammer NÖ, sprachen am heutigen Montag bei einer Pressekonferenz am Tulbingerkogel darüber, wie sich die Tourismusbranche auf den Re-Start vorbereitet hat und welche Regelungen bei den Öffnungen am 19. Mai auf Gastgeber sowie Gäste zukommen.

Landeshautfrau Johanna Mikl-Leitner unterstrich: „Ja, es war eine lange und harte Zeit für Gastgeberinnen, Gastgeber und Gäste. Das hat massive Einschnitte und Rückschläge für Betriebe und Arbeitnehmer mit sich gebracht, darüber hinaus Umsatzeinbußen und Wertschöpfungsverluste. Das lässt sich an einer Zahl festmachen:
Alleine die Beherbergungsbetriebe in Niederösterreich mussten in dieser schwierigen Zeit auf über 2,6 Millionen Nächtigungen verzichten.“ Es sei zweifelsohne eine Belastung gewesen, habe aber auch die Kreativität in der Gastwirtschaft gezeigt. „Innerhalb weniger Wochen wurden etwa erfolgreiche Lieferservices etabliert oder besondere Angebote wie zu Ostern oder am Muttertag geboten. Unsere Gastgeber haben aber auch die Zeit genutzt, anstehende Umbauten vorzunehmen oder die Modernisierung in ihrem Betrieb voranzutreiben, um durchstarten zu können. Der 19. Mai ist ein wahrer Freudentag für die Gastfreundschaft in Niederösterreich. Die Zeit der selbstgeschmierten Jausenbrote ist vorbei, jetzt können wir wieder in die Gaststube gehen. Und es kann auch wieder auswärts übernachtet werden.“

Dass die Öffnungen bevorstehen, sei auch ein Verdienst der Landsleute, so die Landeshauptfrau. Die Ansteckungszahl sei durch die hohe Disziplin hinuntergegangen, damit habe sich die Lage auf den Intensivstationen verbessert und darüber hinaus helfe der zügige Impf-Fortschritt. „Bis Ende Juni werden rund 900.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher zumindest einmal geimpft sein. Das sind in etwa 75 Prozent der impfbaren Landsleute. Ein hoher Prozentwert, auf den wir stolz sein können“, so Mikl-Leitner, die ergänzt: „All das hilft jetzt dabei, damit die gesamte Gast- und Tourismuswirtschaft endlich einen Neustart hinlegen kann, damit der Besuch im Wirtshaus, von Ausflugszielen und Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben endlich wieder Fahrt aufnehmen können.“

Für diesen Neustart habe das Land den Betrieben bestmöglich geholfen. „In Summe haben wir die Tourismusbetriebe seit dem Ausbruch der Krise mit rund 47 Millionen Euro unterstützt. Und wir werden unsere Betriebe weiter unterstützen. Unter anderem mit einer Förderung für Hygienemaßnahmen mit bis zu 1.500 Euro pro Betrieb oder einer drei Millionen Euro starken Förderung für Investitionen in die Qualität der Betriebe“, merkte Landeshauptfrau Mikl-Leitner an.

Bundeskanzler Sebastian Kurz sagte, dass es eine „schwierige Zeit, eine Zeit des Verzichts, der Einschränkungen und wirtschaftlichen Sorge war. Ich bin froh, dass wir nach vorne blicken können. Wir haben die dritte Welle gut überstanden, besser als andere Länder. Die Zahl der Infektionen sinkt und die Zahl der Geimpften steigt. Heute zählen wir unter 500 Neuinfizierte in Österreich. Bereits drei Millionen Landsleute haben zumindest die Erstimpfung erhalten. Somit brauchen wir uns nicht mehr vorsichtig an den 19. Mai heranwagen, sondern können heute bereits sagen: Am Mittwoch werden Tourismus und Gastronomie geöffnet.“

Der Bundeskanzler sei voller Vorfreude auf diesen Tag, merkte jedoch an: „Den 19. Mai und die Wochen danach müssen wir mit Sicherheitsmaßnahmen hinter uns bringen. Das ist eine Frage der Zeit. Mit entsprechendem Impffortschritt können wir die Sicherheitsvorkehrungen zurücknehmen und uns auf einen normalen Sommer freuen. Der 19. Mai ist der Startpunkt für den Kampf zurück in die Normalität.“

Im Hinblick auf die Öffnungsschritte steht für Landesrat Jochen Danninger Sicherheit an erster Stelle: „Gäste haben nur dann Zutritt in ein Wirtshaus oder Hotel, wenn sie geimpft, getestet oder genesen sind. Wichtig ist uns aber zu betonen: Das Wirtshaus ist keine Teststraße. Bitte planen Sie Ihren Besuch und gehen Sie vorher testen. In Ausnahmefällen wird es eine Testmöglichkeit im Wirtshaus geben.“ Zudem werden sich die Gäste im Hotel und in der Gastronomie registrieren müssen, um das Contact Tracing zu erleichtern. „Der 19. Mai bringt tausenden Mitarbeitern im Tourismus wieder in eine reguläre Beschäftigung. Er bietet den Betrieben nach einer so langen Zeit endlich wieder Umsätze und der Bevölkerung mehr Lebensqualität.“ Sein Nachsatz: „Nun möchten wir alle Hobby-Köche bitten, ihre Schürze an den Nagel zu hängen. Jetzt ist es wieder Zeit für einen Besuch im Wirtshaus – mit viel Abstand und genauso viel Genuss.“

„Die niederösterreichischen Beherbergungsbetriebe sind für das Comeback gerüstet: Einerseits werden sie wie im Vorjahr von der starken Inlandsnachfrage profitieren. Zum anderen finden die Gäste bei uns genau das, was ihnen derzeit so wichtig ist: intakte Natur, Wein und Kulinarik auf hohem Niveau sowie familiäre Betriebe mit individueller Atmosphäre“ ist Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Fachgruppe Hotellerie Wirtschaftskammer Niederösterreich überzeugt.

„Wir können es kaum erwarten, dass sich die über Monate verwaisten Gaststuben endlich wieder öffnen. Die Schutzmaßnahmen sind herausfordernd, aber derzeit noch notwendig. Wenn sowohl die Gäste als auch die Betreiber vernünftig agieren, wird es hoffentlich schon im Juli zu weiteren Erleichterungen kommen“, betont Mario Pulker, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft Wirtschaftskammer Niederösterreich.

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