Prekäre Situation am EU-Strommarkt erfordert radikale Eingriffe und Aussetzen der Merit Order

Wien. (OTS) „Es ist längst nicht alles getan, was getan werden muss, um die Explosion der Energiepreise zu bremsen. Das gilt für Österreich, aber auch für die EU. Die Verwerfungen am EU-Strommarkt erfordern radikale Eingriffe“, appelliert ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian einmal mehr an die Bundesregierung, sich beim EU-Energieministerrat morgen Freitag deutlich für eine rasche Trennung des Strompreises vom Gaspreis auf EU-Ebene einzusetzen.

Die Merit Order habe unter den gegebenen Rahmenbedingungen zu einem totalen Marktversagen geführt, die Preise steigen in absurde Höhen, Leidtragende sind ArbeitnehmerInnen, KonsumentInnen und die Wirtschaft, so Katzian weiter. Dieses Preisfindungssystem habe in der aktuellen Situation ausgedient, weil es die Rekord-Inflation zusätzlich antreibt, so der ÖGB-Präsident: „Die Folgen sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wann, wenn nicht jetzt, muss hier gegengesteuert werden?“

Mehrere Versuche, die Merit Order zu verändern, sind gescheitert. „Der Handlungsbedarf steigt aber von Tag zu Tag. Alle Kräfte müssen gebündelt werden, damit der Gaspreis endlich vom Strompreis entkoppelt wird“, fordert Katzian: „Die Zeit drängt, die steigenden Strompreise werden für immer mehr Menschen zur finanziellen Überlebensfrage. In diesem Sinne erwarte ich eine klare Position der österreichischen Bundesregierung.“

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