ÖGB-Frauen schließen sich den Forderungen der Gewaltschutzeinrichtungen nach 228 Millionen Euro an

Wien (OTS) „Es ist gut, dass die Regierung endlich erkannt hat, dass Handlungsbedarf besteht. 24,6 Millionen Euro sind aber definitiv zu wenig, um substanzielle Maßnahmen ergreifen zu können, die auch Wirkung zeigen”, kommentiert ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann das am Mittwoch angekündigte Maßnahmenpaket. „Die Regierung muss den Gewaltschutz ernster nehmen!” Die ÖGB-Frauen schließen sich daher den Forderungen der Gewaltschutzeinrichtungen nach 228 Millionen Euro, 3.000 neuen Stellen im Opferschutz und der Umsetzung der Istanbul-Konvention an. Das Geld soll in den Ausbau der Familienberatungsstellen, Familiengerichtsbarkeit, Täterarbeit, Prozessbegleitung sowie in Gewaltschutzeinrichtungen fließen.

„Wir wissen, dass derzeit bei den Präventionsstellen auf eine Beraterin 330 von Gewalt betroffene Frauen kommen. Das bedeutet pro Frau nur fünf Stunden Beratung im Jahr. Dabei ist bekannt, dass Hilfesuchende ausführliche Beratung und Begleitung dringend benötigen. Genauso bedarf es eines Umdenkens in der Täterarbeit. Hier zu sparen, wäre ein schwerer Fehler. Jedes Frauenleben, das durch Präventionsarbeit geschützt werden kann, ist auch zu schützen“ so Schumann.

Die ÖGB-Frauen setzen sich außerdem dafür ein, dass Frauen und Mädchen sicher, selbstbestimmt und unabhängig leben können. Von Gewalt betroffene Frauen haben oft ein niedriges oder gar kein eigenes Einkommen und sind daher finanziell von ihrem Partner abhängig. „Nur wer finanziell unabhängig ist, hat eine Chance, Gewalt und Aggression zu entkommen“, betont Schumann.

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Österreichischer Gewerkschaftsbund
Christine Esterbauer
Tel.: 0664 6145261

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