Ausbau der Kinderbetreuungsangebote muss zentraler Bestandteil des Wiederaufbauplans der Bundesregierung sein

Wien (OTS) Bundeskanzler Sebastian Kurz hat seinen Plan für den wirtschaftlichen Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie bekannt gegeben. „Um die Rekordarbeitslosigkeit vor allem bei Frauen zu bekämpfen, muss als arbeitsmarktpolitische Maßnahme vor allem der Ausbau der Kinderbetreuung vorangetrieben werden. Wir fordern endlich die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Geburtstag jedes Kindes in ganz Österreich“, so ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann und AK-Präsidentin Renate Anderl.

Die Corona-Pandemie habe dazu geführt, dass die Frauenarbeitslosigkeit in Österreich explodiert sei. „Die Frauen sind am Limit. Dazu kommt noch, dass sie nebenbei Kinderbetreuung und Homeschooling stemmen müssen. Der Druck ist enorm und die drastischen Einkommensverluste führen direkt in die Armut“, so die Vizepräsidentin. „Selbst die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) rät in einer aktuellen Aussendung dazu, dass ein Rechtsanspruch auf eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung die Vollzeitbeschäftigung beider Elternteile in Österreich erleichtern würde, da vergleichsweise wenige Frauen in Vollzeit arbeiten. Der Ausbau der Kinderbetreuungsangebote ist also mehr als überfällig“, betont Schumann.

„Investitionen in Kinderbildungseinrichtungen rechnen sich in vieler Hinsicht“, betont AK Präsidentin Renate Anderl. „Die Kinder profitieren von hochwertiger pädagogischer Betreuung und die Eltern – vor allem Mütter – können vollwertig am Berufsleben teilnehmen. Hinzu kommt, dass in den Einrichtungen selbst Arbeitsplätze geschaffen werden, aber auch in der Bauwirtschaft, die neue Kindergärten errichtet, und in den Zulieferbetrieben, die Kindergärten und Schulen dann dauerhaft beliefern“, ergänzt Anderl. Um den steigenden Bedarf decken zu können, müsse Österreich endlich zu anderen Ländern aufschließen und 1 Prozent des BIP in diesen so wichtigen Bereich investieren. „Eltern, vor allem Frauen, sind gerade jetzt besonders unter Druck. Sie brauchen rasch spürbare Maßnahmen, die sie in ihrem täglichen Leben entlasten. Dazu gehören ganz besonders gute Kinderbildungseinrichtungen,” so Anderl abschließend.

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