„Am Ende ist Verhandlungsergebnis entscheidend“ – Scharfe Kritik an Kurz: „Er kupfert uns ab“

Wien (OTS) Die FPÖ bereitet sich darauf vor, gegebenenfalls auch als kleinerer Koalitionspartner in eine Regierung zu gehen. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache beantwortet gegenüber ÖSTERREICH (Sonntagausgabe) eine entsprechende Frage so: „Selbstverständlich. Das ist keine Frage des Platzes, sondern eine Frage des Rückhalts in der Bevölkerung. Und am Ende wird immer das Verhandlungsergebnis entscheidend sein.“ Für einen Regierungseintritt der FPÖ nennt Strache drei Bedingungen: „Punkt 1: Die direkte Demokratie muss nach Schweizer Vorbild ausgebaut werden. Punkt 2 ist der Kampf gegen Parallelgesellschaften. Alles, was mit dem politischen Islam zu tun hat, gehört verboten. Es geht aber auch um Sicherung der EU-Außengrenzen. Und wenn diese nicht klappt, müssen Kontrollen bei uns her. Da reicht es nicht, wie der Herr Kurz über eine Schließung der Mittelmeerroute zu reden.“ Strache fordert hier auch eine “Nullquote” bei Flüchtlingen. Punkt 3 sei „zuerst eine Staats- und Verwaltungsreform, von der wir seit Jahren hören. Wir müssen dann die Abgabenquote deutlich unter 40 % treiben.” Eine Absenkung auf 40 %, wie Kurz es will, sei zu wenig. “Arbeiter, Angestellte und Unternehmer, das sind die Leistungsträger – sie müssen entlastet werden“; so Strache.

Generell übt Strache scharfe Kritik an Kurz: „Er kupfert von uns doch nur ab. Umsetzung gibt es bis heute keine. Beispiel: Wir fordern den Abbruch der EU-Verhandlungen mit der Türkei. Was erleben wir? Kurz kopiert mich – in der Realität stimmt die ÖVP im EU-Parlament dagegen.“ Wörtlich nannte Strache den ÖVP-Chef „unehrlich“.

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