Umsetzung wäre ein richtiges und wichtiges Zeichen – 98.000 Euro wurden für ein nie gebautes Mahnmal bereits verschleudert

Wien (OTS) Wie am Wochenende bekannt wurde, soll bis zum Sommer 2017 beim ehemaligen Aspangbahnhof im 3. Wiener Gemeindebezirk eine Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus errichtet werden. Auf dem Areal des heutigen Eurogates zwischen Rennweg und Landstraßer Gürtel führten Nationalsozialisten zwischen 1939 und 1942 Abtransporte von rund 47.000 Menschen durch. Das Ziel der vorrangig deportierten Juden waren Konzentrationslager und Ghettos. „Hier hat sich ein Stück der dunkelsten Geschichte abgespielt! Das darf und soll auch niemals in Vergessenheit geraten!“, so der Landstraßer ÖVP Klubobmann Georg Keri, der sich gemeinsam mit seiner Fraktion seit mittlerweile fast 15 Jahren für die Errichtung eines Mahnmals einsetzt.

Bereits 2004 führte die damalige rote Stadtregierung einen Architektenwettbewerb durch. Ein Siegerprojekt wurde damals gekürt, jedoch das geplante Denkmal nie errichtet, da es bei der Umsetzung zu Problemen kam. 98.000 Euro wurden somit in den Sand gesetzt. Nun – mehr als 12 Jahre später – gibt es einen Sieger des neuerlich ausgeschriebenen Wettbewerbs. Der neue Entwurf für das Mahnmal „Opfer der Deportationen“ sieht am Boden verlaufende symbolische Schienen vor, die in einem rund 1,2 Meter hohen und sieben Meter langen dunklen Betonblock verschwinden. Die Fertigstellung ist bis zum Sommer 2017 vorgesehen. „Gut Ding braucht in dieser Stadt wahrlich Weile! Jetzt scheint es aber so, als ob es tatsächlich zur Umsetzung des Mahnmals auf den Aspanggründen kommt. Es wäre ein richtiges und wichtiges Zeichen“, so der Landstraßer ÖVP Klubobmann Georg Keri abschließend.

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