Ausgabe vom 26. August 2021

Linz (OTS) Dialog ist immer besser als zu streiten. Mit diesem Satz, ausgesprochen beim Besuch des russischen Außenministers Sergej Lawrow, hat Österreichs Ressortchef Alexander Schallenberg den Nagel auf den Kopf getroffen. Man könnte sogar noch einen Schritt weiter gehen: Es ist sogar besser, über kontroverse Themen zu streiten, als den Dialog gänzlich abzubrechen.
Das gilt besonders in Bezug auf das Verhältnis zwischen Österreich und Russland. Denn sowohl aufgrund der geografischen Nähe als auch aufgrund der daraus resultierenden Geschichte sollten die beiden Länder – und sollten auch Europa und Russland – im Gespräch bleiben und Gemeinsamkeiten suchen. Das wäre im Interesse aller Beteiligten, denn auf sich allein gestellt können weder ein einzelner Staat noch Europa im Konzert der großen globalen Wirtschaftsblöcke bestehen. Daher sind auch Sanktionen gegen Russland kontraproduktiv – und wie sich gezeigt hat, bislang auch sinnlos. Dasselbe gilt für russische Drohungen gegen Konferenzteilnehmer. Das heißt freilich nicht, dass man schwierige Themen ausklammern und sich jegliche Kritik verkneifen sollte. Im Gegenteil, genau deshalb braucht es Gespräche. Denn Verständnis und Vertrauen etabliert man nicht durch gegenseitige Drohungen.

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