Vom ORF kofinanziertes Historiendrama am 31. Jänner

Wien (OTS) Mehrfach ausgezeichnet und bei renommierten Filmfestivals auf der ganzen Welt vertreten: Nach seinem viel gewürdigten Debüt „Michael“ präsentiert Markus Schleinzer mit „Angelo“ am Sonntag, dem 31. Jänner 2021, um 23.05 Uhr in ORF 2 seinen zweiten Spielfilm. Das vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierte Drama basiert auf historischen Begebenheiten und erzählt die wahre Geschichte des im 18. Jahrhundert aus seiner Heimat verschleppten afrikanischen Kindersklaven Angelo Soliman, der am Wiener Hof schon bald an seine Grenzen stößt. Eine Geschichte über Sehnsüchte, Identität, Legendenbildung, Selbstinszenierung, Projektionen und Zuschreibungen. Vor der Kamera standen u. a. Makita Samba als titelgebender Angelo, Larisa Faber, Kenny Nzogang, Lukas Miko, Gerti Drassl, Michael Rotschopf und Jean-Baptiste Tiémélé. Für das Drehbuch zeichnet Markus Schleinzer gemeinsam mit Alexander Brom verantwortlich.

Wie Drehbuchautor und Regisseur Markus Schleinzer auf den Stoff gekommen ist? „Zufällig. Ich hab’ in einer Buchhandlung den Katalog von der Ausstellung im Wien Museum entdeckt. Und in der Sekunde hab ich mir gedacht: Das ist ein super Stoff für den nächsten Film.“ Und weiter: „Mich hat einfach interessiert, anhand diesem Fragment einer Biografie, die tatsächlich wissenschaftlich nicht greifbar ist, andere Themen zu diskutieren. Was ist Heimat? Was ist Integration? Was ist Biografie? Für mich ist die Geschichte eines Dieners immer auch die Geschichte seiner Herrinnen und Herren. Das ist etwas, was ich verhandeln wollte. Es geht auch darum, wer sind wir: Wie viel Vergangenheit, wie viele Wurzeln brauchst du, um ein Individuum zu sein, eine eigene Persönlichkeit zu haben?“

Mehr zum Inhalt:

Anfang des 18. Jahrhunderts: Als eine Gruppe junger versklavter Männer aus Afrika nach Europa verschleppt wird, ist unter ihnen auch ein zehnjähriger Bub. Von einer Comtesse (Alba Rohrwacher) zum Studienobjekt auserkoren, wird er auf den Namen Angelo getauft und erhält eine umfangreiche sprachlich-musische Ausbildung. Schnell macht die Kunde von dem exotischen, aber europäisierten Kammerdiener die Runde. So wird Angelo im Europa der beginnenden Aufklärung herumgereicht, von Adelshaus zu Adelshaus, von Messina bis an den kaiserlichen Hof in Wien. Aber erst das Dienstmädchen Magdalena erkennt in ihm mehr als nur ein dekoratives Ausstellungsstück und verliebt sich in ihn. Als die geheime Verbindung der beiden auffliegt, wird für Angelo klar, dass er trotz Bildung und Christianisierung in der höfischen Gesellschaft ein Fremdling geblieben ist.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

[ad_2]

Quelle

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS. www.ots.at

(C) Copyright APA-OTS Originaltext-Service GmbH und der jeweilige Aussender.