„Historische Radioaufnahmen (RAVAG, Rot-Weiß-Rot)“ erhalten eine Eintragung in das „Österreichische Nationale Memory of the World Register“

Wien (OTS) Im Rahmen der zweiten Aufnahmerunde „Memory of Austria“ konnte das Multimediale Archiv des ORF in Kooperation mit der „Österreichischen Mediathek“ mit der gemeinsamen Einreichung „Historische Radioaufnahmen (RAVAG, Rot-Weiß-Rot)“ eine Eintragung in das „Österreichische Nationale Memory of the World Register“ erlangen. Die Aufnahme in dieses nationale Register stellt eine Auszeichnung für die kulturell bedeutsamen und historisch wichtigen Bestände dieser beiden Institutionen dar und wird von der Österreichischen UNESCO-Kommission (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization“) am 17. November 2016 in der Mediathek feierlich verliehen. Die eingereichten Sammlungen (1924-1955) enthalten mehrere hundert originale Tonbänder und Mitschnitte von Sendungen und Sendungsfragmenten – historische Dokumente sowohl über die Pionierzeit als auch die Nachkriegszeit des Radios in Österreich. Dieses besonders rare Quellenmaterial aus den Bereichen Kultur, Sport, Politik, Bildung und Musik bildet elementare Bestandteile der österreichischen Mediengeschichte.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: „Ich freue mich sehr über die Eintragung des ORF in das ‚Memory of Austria‘. Damit sind Teile des ORF-Archivs praktisch Weltkulturerbe der UNESCO. Diese Auszeichnung ist ein weiterer Beweis dafür, welch unschätzbaren Beitrag unser Archiv als audiovisuelles, zeitgeschichtliches und kulturelles Gedächtnis des Landes liefert. Seine ganz besonderen Schätze tragen zur Bewahrung von Wissen und zur Identitätsstiftung der Bevölkerung bei. Ich gratuliere dem ORF-Archiv und der Mediathek sehr herzlich.“

Mag. Herbert Hayduck, Leiter des Multimedialen ORF-Archivs: „Wir freuen uns über die Aufnahme der besonders raren ‚RAVAG‘-Tondokumente aus dem Zeitraum 1924 bis 1955 in das nationale ‚Memory of the World Register‘. Es ist dies eine schöne Würdigung für die Bemühungen des ORF-Archivs, die Rundfunkgeschichte Österreichs insgesamt zu dokumentieren und zu sichern – als Kulturerbe und Medienüberlieferung auch im Sinne der Vorläufer-Unternehmen des ORF.“

Im Fokus des 1992 von der UNESCO ins Leben gerufene Programms „Memory of the World“/„Gedächtnis der Menschheit“ stehen Bewahrung und nachhaltiger Schutz von Dokumenten aller Art – Bücher, Manuskripte, audiovisuelle Medien – sowie der einfache Zugang zu diesem Wissen für möglichst viele Menschen.

Das Internationale „Memory of the World Register“ enthält derzeit 348 Eintragungen von universeller Bedeutung, darunter 13 aus Österreich – wie etwa die „Bibliotheca Eugeniana“ der Österreichischen Nationalbibliothek, den Friedensvertrag von Saint-Germain-en-Laye 1919 aus dem Österreichischen Staatsarchiv, den Nachlass Erwin Schrödingers der Österreichischen Zentralbibliothek für Physik und das „Privilegium maius“ aus dem Österreichischen Staatsarchiv.

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