Danach: „Alltagsgeschichte – In einer kleinen Konditorei“

Wien (OTS) Die erste von insgesamt sieben ORF-Grätzelgeschichten (sechs Bezirksporträt-Dakapos und die Premiere des Städteporträts „Mein Villach“) steht am Sonntag, dem 19. Juli 2020, im „dokFilm“ um 22.10 Uhr in ORF 2 auf dem Programm: „Meine Innere Stadt“ ist eine 2017 von Chico Klein gestaltete filmische Reise mitten in das Zentrum Wiens, den ersten von insgesamt 23 Wiener Gemeindebezirken. Als Reisebegleiter führen durch „ihre“ Innere Stadt Theater-Doyen Otto Schenk, der niemals eine Wohnung haben will, von der er nicht den Stephansdom sehen kann, weiters Schauspieler und Regisseur Paulus Manker, der seit Jahren mit geschichtsverweigernden Fiakern im Streit liegt, die im Vorjahr verstorbene Schauspielerin Brigitte Swoboda, die als vierjähriges Kind in die für sie unverständliche Stadt zog, und ORF-Urgestein und Entertainer Peter Rapp, der sich selbst als Schlüsselkind bezeichnet. Die vier Prominenten begleiten den Bezirksrundgang mit persönlichen Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend. Heiteres, Besinnliches, Geschichtliches sowie Privates steht dabei wie immer im Vordergrund und wird durch historische Bilder, Dokumente, Fotos und Archivaufnahmen untermalt.

Anschließend ist Elizabeth T. Spira „In einer kleinen Konditorei“ (23.15 Uhr) – einem Klassiker der ORF-Kultreihe „Alltagsgeschichte“ – sowohl in noblen Innenstadt-Konditoreien als auch in den süßen Tortentempeln der Vorstadt zu Besuch. Begleitet von einem Filmteam spricht sie in dieser Produktion aus dem Jahr 1997 bei Kaffee und Mehlspeisen mit Stammgästen. Deren Geschichten sind so unterschiedlich wie die unzähligen Süßigkeiten, die in den Konditoreien angeboten werden.

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„Völlig entspannt“ könnte das Motto von Chico Kleins Dokureihe über die Wiener Bezirke lauten. Völlig entspannt tauchen auch die Protagonisten in die Geschichte der Inneren Stadt ein: Otto Schenk, Paulus Manker, Peter Rapp und die mittlerweile verstorbene Brigitte Swoboda teilen miteinander sowie mit den Zuseherinnen und Zusehern Schätze und Erlebnisse aus ihrer Kindheit und Jugend.
Nach der Schule musste für den Wiederaufbau gesammelt werden oder man ging statt in die Schule doch lieber zum Theseustempel und ins Café Hawelka, nächtens in den Annahof und vielleicht noch zum „Spatzen“ auf eine Gulaschsuppe. Oft konnte man Dreharbeiten zu berühmten Kinofilmen beobachten. Ein weiteres wichtiges Thema sind die allgegenwärtigen Denkmäler der jüdischen Geschichte und der nach wie vor oft bedenkliche Umgang damit. Beeindruckend intensiv erinnert sich Otto Schenk an Kindheits- und Jugendtage während der NS-Zeit. Eine unterhaltsame Ansicht der vielen Verkehrskonzepte mit Autoverkehr und Ursprung der Fußgängerzone verdeutlicht den Dauerbrenner in der Diskussion um das Stadtbild Wiens. Wie soll die City sein? Man will sich als moderne Weltstadt mit U-Bahn präsentieren und doch stolz das heiß geliebte und nach erschütternden persönlichen Kriegserlebnissen wieder lebendig gewordene historische Wien herzeigen. Durchaus charmant und treffend wird vorgeführt, dass Innovationen hier immer angefeindet wurden. Denn: Die älteste Tradition der Wiener ist vermutlich die Ablehnung des Neuen. „Meine Innere Stadt“ ist eine Produktion des ORF, hergestellt von Felix Breisach Medienwerkstatt.

In den kommenden Wochen folgen die Bezirksporträt-Dakapos „Mein Ottakring“ (26. Juli), „Mein Salzburg“ (2. August), „Meine Wieden“ (9. August), „Mein Innsbruck“ (16. August) und „Meine Landstraße“ (23. August) sowie die Erstausstrahlung des neuen Städteporträts „Mein Villach“ (30. August), jeweils sonntags um 22.10 Uhr in ORF 2. Anschließend gibt es immer eine „Alltagsgeschichte“ Marke Spira zu sehen.

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