Außerdem: „Die Kulturwoche“, „Ikonen Österreichs – Das Backhendl“ – ab 9.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) Viele Jahre lang war Dirigent Bernard Haitink ständiger Gast bei den Salzburger Festspielen, bis er sich 2019 von der Bühne zurückzog. Die „matinee‘“ am Sonntag, dem 29. August 2021, um 9.05 Uhr in ORF 2 erinnert mit dem Filmporträt „Bernard Haitink: Der rätselhafte Maestro“ an den beliebten holländischen Musiker. Passend dazu besucht anschließend eine Ausgabe der Reihe „Magische Gärten“ (10.00 Uhr) das herrschaftliche Anwesen Het Loo in den Niederlanden. Auf „Die Kulturwoche“ (10.25 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps zum kulturellen Geschehen folgt schließlich eine Kurzausgabe der Reihe „Ikonen Österreichs“ (10.45 Uhr), in der das Backhendl als traditionelles österreichisches Gericht auf dem Präsentierteller landet. Durch den ORF-Kulturvormittag führt Teresa Vogl.

„Bernard Haitink: Der rätselhafte Maestro“ (9.05 Uhr)

Einer der beliebtesten Dirigenten, Bernard Haitink, ging 2019 im Alter von 90 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Die Dokumentation von John Bridcut beobachtet ihn bei den Vorbereitungen seiner letzten Konzerte. Einige der Musiker, mit denen er zusammengearbeitet hat, versuchen die Geheimnisse seiner Dirigiertechnik zu erklären, während Haitink selbst darüber spricht, wie sich seine Herangehensweise während seiner 68 Jahre am Pult von diversen Orchestern verändert hat. Gerne gibt der Niederländer jungen Musikern, die in seine Fußstapfen treten wollen, auch wohlgemeinte Ratschläge.
Zu den Musikern, die sich an ihre Zusammenarbeit mit Haitink erinnern, gehören Dame Sarah Connolly und Sir Thomas Allen, Pianist Emanuel Ax, Komponist Mark-Anthony Turnage sowie Mitglieder der Wiener Philharmoniker, des Chicago Symphony Orchestra, der Niederländischen Radio Philharmonie sowie des Concertgebouw Orchesters.
In einem überraschend offenen und emotionalen Gespräch verrät Bernard Haitink, wie seine Kindheit in Amsterdam während des Zweiten Weltkriegs unter deutscher Besatzung und durch den „Hungerwinter“ seine Sicht auf die Welt geprägt hat.
Er beschreibt auch seine schwierigen Anfänge als Dirigent, das angespannte Verhältnis zum Concertgebouw Orchester und die manchmal turbulenten Jahre am Royal Opera House in Covent Garden. Mit den Erinnerungen seiner Familie entsteht ein berührendes Porträt eines schüchternen, sehr empathischen und vor allem hoch musikalischen Menschen.

„Magische Gärten – Het Loo“ (10.00 Uhr)

Im 17. Jahrhundert erwarben Wilhelm III. von Oranien-Nassau und seine Gattin Maria II. das Anwesen Het Loo nordwestlich der niederländischen Stadt Apeldoorn. Sie ließen auf dem 650 Hektar großen Park- und Waldgelände einen außergewöhnlichen Garten nach dem Vorbild der französischen Barockgärten anlegen. Die Blumenbeete sollten dabei nicht nur Schmuckelemente fürs Auge sein, sondern auch den Macht- und Ruhmeswillen des niederländischen Herrscherhauses demonstrieren. Im 19. Jahrhundert wurde der königliche Garten in einen Park im romantischen Stil umgestaltet. Im Jahr 1970 erwarb der niederländische Staat das Anwesen Het Loo und beschloss, dem Garten sein ursprüngliches Aussehen zurückzugeben. Seit 1984 ist der inzwischen öffentlich zugängliche Schlosspark mit seiner spektakulären Farben- und Pflanzenpracht der Stolz der Niederländer. Eine Pracht, die sich auch im Inneren des Schlosses widerspiegelt. Den Film gestaltete Emmanuel Descombes.

„Ikonen Österreichs – Das Backhendl“ (10.45 Uhr)

Den einen gelten traditionelle Speisen als Symbol für die „gute alte Zeit“, den anderen als Beleg für die Esslust der Österreicherinnen und Österreicher. Anders als landläufig angenommen, ist nicht das Wiener Schnitzel, sondern das Backhendl die traditionsreichste panierte Speise des Landes. Das älteste Rezept findet sich in einem Kochbuch aus dem Jahre 1701 in der Wien Bibliothek.

Wirtin Stefanie Herkner teilt ihre Kindheitserinnerungen zu Backhendln sowie ihr Familienrezept; Kulinarikjournalist Tobias Müller weist darauf hin, „dass überall auf der Welt paniert wird, doch nur wenige Kulturen so stolz darauf sind wie die Österreicher“. Das hat sich auch im Volksmund niedergeschlagen: „Panier“ steht im Wienerischen für Kleidung, die „Einserpanier“ ist demnach das Feiertagsgewand. Diese Ausgabe der Reihe gestaltete Weina Zhao.

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